Wer suchet …der findet – heute: Personen (2)

ZUSATZ:


Am 24. Juni 1859, also heute vor genau 150 Jahren fand in Solferino, etwas südlich vom Gardasee, die Entscheidungsschlacht zwischen 135.000 Kämpfern Österreichs auf der einen und etwa 150.000 Soldaten aus Piemont-Sardinien und Frankreich auf der anderen Seite statt.

Unsere Nachbarn aus Österreich haben die Schlacht verloren. Aber wie im Krieg leider üblich haben beide Seiten verloren, denn im Verlauf der Schlacht starben etwa 6.000 Soldaten und etwa 30.000 bis 40.000 wurden zum Teil schwer verwundet. Es gab zwar medizinische Versorgung, aber auf beiden Seiten waren diese Helfer sowohl personell als auch bezüglich ihrer Ausstattung komplett überfordert.

Am Abend des 24. Juni 1859 kam nun ein gewisser Jean-Henri Dunant, ein Genfer Kaufmann der sich auf einer Geschäftsreise befand, am Schlachtfeld in Solferino vorbei und war entsetzt. Der Anblick der Toten und der um Hilfe rufenden Verletzten ging ihm nicht mehr aus dem Kopf und er schrieb ein Buch über diesen Anblick….

Lange Geschichte kurz erzählt: 1862 wurde sein Buch veröffentlich. In der Folge kam es im Jahr 1863 in Genf zur Gründung des Internationalen Komitees der Hilfsgesellschaften für die Verwundetenpflege. Seit 1876 ist die Organisation unter dem Namen Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) bekannt.

Aufgrund seiner Schilderungen und der Anregungen erhielt Herr Dunant 1901 den ersten Friedensnobelpreis.

PS: Wenn Sie nun sagen: „Moment mal, er hieß doch Henry Dunant“, kann ich nur sagen: „Stimmt, aber geboren wurde er am 8. Mai 1828 in Genf als Jean-Henri Dunant.“

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