Namen sind…

am 24. Februar 2017 unter Allgemein, Historische Dokumente, Verwechslungen abgelegt

Auf meinen gestrigen Blogbeitrag, wo es unter anderem um ausgefallene Namen ging, bekam ich Mails mit dem Tenor, dass diese Geschichten etwas an den Haaren herbeigezogen klingen.

 

Quelle: Staatsarchiv Speyer, Signatur: Landesarchiv Speyer, U 257 Nr. 373 (Heiratsbelege und Bürgerannahmen 1803/1804).

Glauben Sie mir, es gibt Dinge in der Forschung, die glaubt einem keiner!

Ihre Andrea Bentschneider

PS: Das Buch von Daniel Defoe erschien 1719 erstmals. 1720 war es auch bei uns erhältlich. Eventuell fanden die Eltern des Robinson Kruse es ja so toll, dass sie Ihren Sohn Robinson genannt haben!?!?

Im Buch sagt der Hauptakteure übrigens, dass er 1632 in York als Sohn eines nach England ausgewanderten Bremer Kaufmanns mit dem ursprünglichen Namen Kreutzner geboren sei.

Lust auf ein Raider?

am 23. Februar 2017 unter Tipps und Tricks abgelegt

Wenn Sie dies verstehen und sich nicht fragen, was ein Raider ist, haben Sie die Namensumstellung 1991 von Raider auf Twix miterlebt.

Hallo Herr Kaiser! Kaum gerufen, schon grinste Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer zurück. Tja, die heißt inzwischen auch Ergo.

Nicht nur Firmen und Produkte erhalten neue Namen, Die Linke hieß früher PDS und der Jobcenter hat das Arbeitsamt abgelöst.

Worauf ich hinaus will?

Auch Menschen bekommen neue Namen! Sei es, dass durch die Eheschließung die Frau den Namen des Mannes annimmt oder umgekehrt, oder jemand mit seinem Vornamen unzufrieden ist, weil negativ besetzt.

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XY ist gestorben. RIP

am 22. Februar 2017 unter Internet, Verwechslungen, Wissen abgelegt

Ich habe vor kurzem gelesen, dass Sidney Portier verstorben sei. Kam zuerst als Meldung bei Twitter und dann bei diversen anderen online Medien…  BIS: Sidney Portier sich selber gemeldet hat und dies eindeutig negiert hat.

Was ich sagen will: Drum prüfe was sich online findet!

Jeder kann im Internet alles veröffentlichen was er will, man stürzt sich drauf und verbreitet es weiter und am Ende… Ein Scherz?

Daher nochmals mein Hinweis: Übernehmen Sie nicht einfach Daten und Namen von Personen die Sie in irgendeinem online Stammbaum finden, OHNE diese auch zu prüfen.

Habe gerade wieder so einen Fall auf dem Schreibtisch. Bis Ur-Opa ist alles belegt und danach fand der Kunde noch diverse Personen die in den Stammbaum passten.

Passen tut vieles, nur stimmen muss es auch. Im obigen Fall leider nicht!

Ihre Andrea Bentschneider

PS: Jeder schreibt immer RIP, also Rest In Peace, müsst es bei uns nicht RIF heißen?

 

Geburtsurkunde

am 20. Februar 2017 unter DNA, Tipps und Tricks, Wissen abgelegt

Hat eigentlich jeder der hier bei uns geboren wurde. Dies ist eine amtliche Bescheinigung über die Geburt einer Person – mit Name, Geschlecht, Datum und Ort der Geburt, welche aus dem Geburtsregister des Geburtsortes erstellt wird.

Neben diesen Fakten enthält diese Bescheinigung auch…. jetzt wird es „beamtisch“… die zum Zeitpunkt der Ausstellung der Urkunde rechtlich geltenden Eltern.

WAS?

Meine Eltern sind doch meine Eltern???!!

Ja und Nein, hier unterscheidet man aber zwischen….

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Deutsche Staatsbürgerschaft

am 17. Februar 2017 unter Allgemein, Internet, Tipps und Tricks, Wissen abgelegt

Eigentlich wollte ich ja erst nächste Woche einen neuen Beitrag posten…

Eigentlich geht man ja davon aus, das wenn jemand einen Deutschen Pass hat er auch Deutscher ist, oder?

Während ich heute morgen ins Büro fuhr, habe ich im Radio gehört, dass der Vizepräsident von Equador auch einen deutschen Pass besitzt.

Aber ist er dann auch Deutscher?

Nicht unbedingt, denn….

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Meldepflicht

am 14. Februar 2017 unter Allgemein, Tipps und Tricks, Wissen abgelegt

Es gibt bei uns ja diverse Meldepflichten.

Neben der Pflicht der Arbeitgeber ihre Beschäftigten zur Sozialversicherung, Meldung von Krankheiten oder Leiden die unter das Infektionsschutzgesetz fallen oder die Unfallmeldung oder, oder…

oder die laut Bundesmeldegesetz gesetzlich vorgeschriebene Pflicht, sich an seinem neuen Wohnort im Einwohnermeldeamt anzumelden.

Melderegister werden traditionell im Einwohnermeldeamt, in kleinen Gemeinden auch im Ordnungsamt geführt.

Wie können uns Forschern diese bei der Suche nach dem Lebensweg weiterhelfen?

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Korinthenkacker

am 07. Februar 2017 unter Allgemein, Tipps und Tricks abgelegt

Erbsenzähler, Krümelkacker, Nietenpflücker, Beckmesser usw. Diese Bezeichnungen werden umgangssprachlich für pedantische, kleinliche Menschen verwendet.

Aber woher kommt Korinthenkacker? Wie oftmals gibt es auch hier verschiedene Aussagen. Am besten gefällt mir diese:

Der alte Philosoph Diogenes lebte ja zuletzt in einer alten Tonne in Korinth. Da Philosophen ja bekanntlich nicht viel zu beißen haben, hat er auch die kleinsten… ähhh… Ködel gemacht.

Auch interessant: Laut einem Urteil des Amtsgerichtes Emmendingen im Zusammenhang mit der Erteilung eines Strafzettels stellt „Korinthenkacker“ keine Beleidigung im strafrechtlichen Sinne dar.

Was hat DAS bitte mit Familienforschung zu tun, werden sich nun einige Fragen???

Wenn Sie diesen Blog regelmäßig seit 2007 (ohhh Jubiläum) lesen, wissen Sie ja bereits, dass es immer kurze Bonmots als Einführung gibt.

Worauf ich hinaus will ist folgendes:

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2017

am 30. Januar 2017 unter Allgemein, Archive, Vereine, Museen abgelegt

Neues Jahr heißt Neues Glück!!!

Falls Sie sich gewundert haben, warum Sie so lange nichts von mir gehört haben, tja ich sage mal kurz und knapp „rechtliche Gründe diese Seite betreffend“. Es ging um das übliche, wem gehören die Bilder die ich selbst gemacht habe bzw. aus meinem privaten Bestand sind usw.

ERLEDIGT, nun gibt es JEDE Woche auf die Augen, sprich ich werde wöchentlich schreiben.

Und los geht es!!

„Es gibt ja Änderungen beim Personenstandsgesetz“ schrieb mir ein Leser.

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Tipp: Taufe im Kirchenbuch

am 16. Dezember 2016 unter Tipps und Tricks abgelegt

Tja, ich weiß zu 100% das Peter Christian Meyer im Februar 1863 in Klein-Kleckersdorf geboren und auch dort im Mai 1863 getauft wurde.

Nachdem man nun herausgefunden hat, das die betreffenden Kirchenbücher im Archiv in Groß-Kleckersdorf liegen, kann man also die Taufe dort vor Ort suchen. Leider findet sich weder im April, noch im Mai oder Juni des Jahres 1863 diese Taufe.

Was nun?

Oftmals ist es hilfreich sich die letzten Seiten des Kirchenbuches anzusehen. Denn es kam durchaus vor, dass Taufen von Kinder mit einer unverheirateten Mutter ganz hinten ins Buch geschrieben wurden. Ich habe ja schon mal berichtet, dass ich einen Taufeintrag auf dem Kopf stehend gefunden habe.

Die Kinder wurden zwar getauft, aber die Kirche wollte deutlich machen, das dies „ein Kind der Schande“ sei.

Also ruhig mal die letzten Seiten ansehen, manchmal wird man dort fündig.

Ihnen einen schönen 4. Advent.

Grüße aus Hamburg in die Welt,

Ihre Andrea Bentschneider

Weihnachten und Co.

am 15. Dezember 2016 unter Allgemein abgelegt

Ach damals als ich klein war, gab es zu Weihnachten wenigstens noch mal Schnee. Was war das klasse, ab November zog man mit Freunden zum Rodelberg und Mutti gab mir „zwei Groschen“ mit, damit ich im Notfall anrufen konnte und ich sollte nach Hause kommen, wenn die Laternen angehen.

Heute dagegen: Kein Schnee, Kinder haben Mobiltelefone und hocken eher am PC, Laptop oder vor der Glotze.

Früher war alles besser. Naja, sagen wir mal lieber früher war alles anders.

Meine Lütte ist ja nun stolzes Schulkind. Die haben einen Klassenraum und direkt daneben ein Zimmer zum toben, spielen und ausruhen.
Sie lernen anders als wir es einst taten. Wir haben schreiben anders gelernt. Ich konnte erst ab Ende der ersten Klasse einige Wörter richtig schreiben, heute dagegen geht es darum Buchstaben aus Wörtern heraus zu hören und dann zu schreiben.

Das Ergebnis sieht nach nur 3 Monaten Schule dann so aus:

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Ob das nun eine bessere Lernmethode ist oder wird, wird sich später zeigen.

Aber so habe ich nochmals von der Lütten erzählt bekommen, dass den Adventskranz natürlich ein Mann aus Hamburg erfunden hat.
Johann Hinrich Wichern im Jahr 1839 falls Günther Jauch Sie mal fragen sollte.

Wer nicht hören will, muss fühlen! Eine durchaus gängige Ansicht von Lehrern (nicht nur in Hamburg) bis zum Zum 1. April 1969. Da verbot der damalige Schulsenator Wilhelm Drexelius die Prügelstrafe. Generell wurde die Prügelstrafe 1973 verboten, nur in Bayern mussten die Schüler noch 7 Jahre länger auf „prügelfreien“ Unterricht warten. Das war 1980!!!

Schwiegermutter, die auch in Hamburg zur Schule ging, erzählte mir, dass es auch durchaus üblich war, renitente Schüler auf Erbsen knien zu lassen. Dafür reichte manchmal schon nur die Tatsache, das man seine Hausaufgaben nicht gemacht hatte.

PS: Fragen Sie doch mal Ihre Verwandten wie es bei denen in der Schule war. Man kann zwar alles in Büchern nachlesen oder meinetwegen auch im Internet, aber wenn Onkel Paul erzählt wie er die Schule erlebt hat, ist es doch etwas anderes als dies von einer fremden Person zu hören.

Ich verplapper mich schon wieder, denn ich wollte Ihnen eigentlich nur eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünschen.

Ich werde zwischen den Jahren diesen Blog ein wenig umgestalten und dann 2017 wieder Vollgas geben!

Herzliche Grüße aus dem winterlichen (8 Grad!!!) warmen Hamburg,

Ihre Andrea Bentschneider