Archiv des Monats Mai 2008

Bongiorno Signore Saeco

am 26. Mai 2008 unter Allgemein abgelegt

wir trinken hier in Deutschland viel Kaffee, ganz besonders viel wird hier bei uns in Hamburg, genauer gesagt bei uns zu Hause getrunken. Der Hamburger Hafen ist ja schließlich auch immer noch weltweit der größte Umschlagplatz für Kaffee und hier gibt es die meisten Kaffeeröstereien. In der Speicherstadt zieht an manchen Tagen ein wunderbarer Geruch von frisch geröstetem Kaffee durch die Straßen… …den ganzen Beitrag lesen »

Eine Seefahrt die ist (nicht) lustig….. Teil 2

am 21. Mai 2008 unter Auswanderung abgelegt

Teil 1, siehe hier.

Doch zurück zu unseren Reisenden: Da es seit 1880 verstärkt auch Einwanderer aus Süd- und Osteuropa gab und diese als „nicht anpassungswillig“ galten, wurde u. a. aus diesem Grund 1892 Ellis Island vor den Toren New Yorks eröffnet und war die erste Anlaufstelle für unsere Aus- bzw. nun Einwanderer und die Einreisebedingungen wurden verschärft. Weitere Gründe für die Einrichtung von Ellis Island waren dann auch, dass man an der vorherigen Kontrollstation in Castle Garden den ständig steigenden Einwandererzahlen nicht mehr Herr werden konnte, auch konnten genauere Gesundheitskontrollen vorgenommen werden und erste Übergangsunterkünfte den Ankommenden angeboten werden. So verbot die amerikanische Regierung 1917 Analphabeten generell die Einreise. Zuvor, genauer gesagt um 1907, verbot man Japanern die Einreise und bereits 1882 verbot man Armen, Bi- bzw. Polygamisten, Prostituierten und Anarchisten (wer würde das denn bitte bei der Einreise angeben?) und Chinesen die Einreise. …den ganzen Beitrag lesen »

Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser

am 05. Mai 2008 unter Ancestry.de, Auswanderung, Historische Dokumente, Prominente abgelegt

Max Karl Ernst Ludwig Planck hätte am 23. April seinen 150. Geburtstag feiern können. Der bedeutende deutscher Physiker und Nobelpreisträger wurde im Jahre 1858 im schönen Kiel, also an der Küste geboren. Er gilt als Entdecker der Quantentheorie, wobei er nicht die männlichen Füße (hier im Norden sagt man außer Quanten auch noch Mauken zu Füßen) in Sandalen oder Turnschuhen untersucht hat.

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Dank einer Mitteilung von Klaus Vahlbruch auf mehreren norddeutschen Ahnenforschungs-Mailinglisten wurde ich gestern auf den folgenden Fund eines Journalisten des Norddeutsche Rundfunk aufmerksam: Der gute Mann heißt gar nicht Max, sondern wurde laut Kirchenbuchregister auf den Namen Marx, einer norddeutschen Kurzvariante von Markus, getauft.

Oops! Heißt das nun, dass alle 444 in Deutschland verzeichneten Straßen und Plätze neue Schilder erhalten und sämtliche Max-Planck Institute umbenannt werden müssen?

Wohl eher nicht, den er selbst hat auch stets den Namen Max als seinen Vornamen angegeben. So findet man unter anderem seinen Eintrag in der Hamburger Passagierliste (siehe auch www.ancestry.de) vom 4. April 1909 als Max mit seiner Tochter Emma auf dem Dampfer President Grant nach New York reiste folgenden Eintrag:

Wird er in den Hamburger Listen noch als Prof. Dr. Max Planck geführt,

erscheint er in der Ankunftsliste als Prof. O.

Also liebe Ahnenforschungsfreunde, wenn nach einer nur 12-tägigen Reise aus einem „Dr.“ ein „O.“ werden kann, sollte man nicht unbedingt jede erster Quelle glauben schenken, sondern nach Möglichkeit weitere Dokumente zur Bestätigung des Gefundenen heranziehen.

Da Max oder Marx als humorvoller Mensch bekannt war, würde er wahrscheinlich über die Diskussionen über seinen Vornamen herzhaft lachen. Und wie hat schon Charlie Chaplin gesagt: „Ein Tag an dem Du nicht gelacht hast, ist ein verlorener Tag“

PS: unter http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4724168,00.htmlfinden Sie u. a. eine Kopie des Kirchenbucheintrags, sodass Sie sich selbst davon überzeugen können.

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