Archiv des Monats August 2008

27. August

am 27. August 2008 unter Allgemein abgelegt

Ein Tag wie jeder andere? Ganz im Gegenteil!!

Wenn wir heute auf den Tage genau vor 125 Jahre zurück in der Zeit reisten, würden wir wahrscheinlich Zeugen des Ausbruches des indonesischen Vulkans Krakatau werden. Denn am 27. August 1883 explodierte dieser so heftig, dass die ausgestoßenen Partikel zu einer Verdunkelung des Himmels führten. Die Explosion wurde sogar noch in Südaustralien und auf der Insel Mauritius vernommen und die Flutwelle ließ sogar noch das Wasser im britischen Ärmelkanal um 2 cm ansteigen. Des Weiteren sank die Durchschnittstemperatur um 0,5 bis 0,8 °C hier auf der Nordhalbkugel, was einen ungewöhnlich kühlen, verregneten Sommer mit disaströse Missernten zur Folge hatte. Diese lösten wiederum Hunger und Armut in Europa aus und waren einer der ausschlaggebenden Gründe für die nun stark ansteigende Auswanderungswelle nach Übersee.

Hier ist heute der Himmel zwar auch grau, aber zum Glück nur Wolken verhangen. Aber wie sagt Schatzi immer gerne: „Ob Regen oder Sonnenschein – beim Forschen bist Du nie allein“.

Gute Zeiten – Schlechte Zeiten

am 27. August 2008 unter Ancestry.de, Historische Dokumente, Internet abgelegt

Na also, geht doch…

Ich habe mal meinen Einfluss geltend gemacht und schon hat man die Preise gesenkt!!! Na ja, okay, das stimmt nicht so ganz, klingt aber gut.

Tatsache ist jedoch, dass DIE Ahnenforschungsseite im Internet www.ancestry.de die Preise drastisch gesenkt hat. Für schlappe Euro 9,95 im Jahr (!) kann man jetzt auf alle deutschen Datenbanken sowie das weltweite Ahnentafel- bzw. Stammbaum-Netzwerk zugreifen. In den deutschen Datenbanken finden sich historische Dokumente wie u. a. die Hamburger Passagierlisten, historische Adressbücher, die Volkszählungslisten von Mecklenburg-Schwerin sowie Listen mit Schweizer Auswanderern.

Für weniger als 1,00 EUR im Monat kann man sich von nun also über 671 Millionen Namen in Ahnentafeln/Stammbäumen weltweit ins eigene Wohnzimmer holen sowie den Zugriff auf über 65 Millionen Namen aus historischen Dokumenten und Quellen haben.

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Das ist rein rechnerisch ein Betrag von 0,027 Cent pro Tag oder drei Tropfen Vollmilch oder 1cm einer Zigarette oder….

Wie gesagt ist es natürlich Quatsch, dass die Preise meinetwegen gesenkt wurden. Wie ich aber gehört habe, ist dies tatsächlich eine Reaktion auf eine aktuelle Kundenumfrage. Wenn doch nur mal alle Firmen soviel Wert auf die Meinung und Wünsche Ihrer Kunden legen würden… Speziell fallen mir hier die Telefonanbieter, Ölkonzerne aber auch unsere Politiker ein….

PS: Einziger Wehrmutstropfen: die Preise für den Zugriff auf die internationalen Datenbanken bleiben (noch) unverändert.

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Ahnenforschung boomt… boomen Sie mit!!!

am 26. August 2008 unter Allgemein, Interviews abgelegt

Bisher hatte unser Hobby bei vielen Mitbürgern noch den langweiligen und verstaubten Beigeschmack. Aber immer mehr Personen (und besonders viele Jüngere) interessieren sich für Fragen:

– Wo komme ich her?

– Wer waren meine Vorfahren?

– Warum bin ich wie ich bin?

Auch die Presse entdeckt die Ahnenforschung als spannendes Hobby für ihre Leser.

Gerade hat sich die Frauenzeitschrift Brigitte (die übrigens auch sehr viele Männer lesen) auf ihrer Internetseite der Thematik angenommen:

http://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/ahnenforschung/index.html

Viel Spaß beim Lesen und Forschen.

I ward narrisch…

am 19. August 2008 unter Wissen abgelegt

Dies war eines der ersten Worte, die ich am Telefon vernahm. Lange Geschichte kurz erzählt: Ein Herr aus Bayern sucht seine Vorfahren und findet deren …. (die von ihm genannten Schimpfwörter lasse ich hier weg) Herkunftsort einfach nicht.

Auch hier sollte man mal um die Ecke denken: Twix hieß früher Raider, Karl Marx Stadt heißt heute Chemnitz, Japan heißt auch Nippon, Finnland auch Suomi und  Griechenland wird oft als Hellas betitelt.

Und ähnlich wie heute, wo ich dann schon mal schnell beim Tippen zwei-drei Buchstaben verdrehe, so haben sich auch früher die Leute eben auch verschrieben. Nur hatten die Kirchenbuchführer, Pastoren, Angestellten in den Kontoren und sonstige Schreiber damals noch nicht die Möglichkeiten einer automatischen Rechtschreibprüfung, wie sie heute in Zeiten der elektronischen Datenverarbeitung existiert.

Passend zu diesem Thema auch dieses Zitat einer Anfrage der letzten Woche: …Trembotschau (Town near to Frankfurt, in this moment this town not exist, I don´t know the reason)

Lösung: Der Amerikaner hat gleich zwei Dinge nicht beachtet. Er hat nur in der Nähe von Frankfurt am Main gesucht, aber nicht in der Umgebung von Frankfurt an der Oder. Die Schreibweise, die er in seinen Unterlagen fand, stimmt nicht. Der Ort hieß früher Trembatschau, heute Trębaczów und liegt in Polen.

Ortsnamen haben sich über die Jahrhundert manchmal aufgrund der Verschiebung von Ländergrenzen nach verlorenen Kriegen verändert, weil sie dann in einem neuen Herrschergebiet und dadurch manchmal auch anderem Sprachgebiet lagen.

Oftmals „existieren“ Orte aber auch einfach nicht mehr, zum Beispiel weil diese eingemeindet wurden bzw. wie es im „Behörden-Deutsch“ heißt, es fand eine „kommunale Neugliederung“ statt. In den 1950er und 1970er Jahren fanden in Deutschland gleich mehrere dieser Reformen statt. Als Beispiel der Ort Villingen in Baden-Württemberg. Er wurde bei einer solchen Reform mit dem Ort Schwenningen zu Villingen-Schwenningen zusammengelegt. Soweit so gut. Aber man darf hier nicht vergessen, dass die Orte bzw. Gemeinden Herzogenweiler, Marbach, Mühlhausen, Obereschach, Pfaffenweiler, Rietheim, Tannheim, Weigheim und Weilersbach ebenfalls eingemeindet wurden und heute auch zu Villingen-Schwenningen gehören.

Also nicht gleich verzagen und narrisch werden wenn sich der gesuchte Ort nicht auf Anhieb finden lässt. Es heißt im deutschen ja schließlich auch Ahnenforschung.

Allen Lesern wünsche ich eine schöne Forschungswoche und weiterhin viel Spaß und Erfolg.

Let the games begin…

am 08. August 2008 unter Veranstaltungen abgelegt

Nun laufen sie also die Spiele, aber was ist nur aus der Olympischen Idee geworden, von wegen Fair Play und so. Ich habe neulich ein Bild einer bulgarischen Kugelstoßerin gesehen, die sah aus wie der Zwillingsbruder von Arnold Schwarzenegger. Gott sei Dank haben sich einige Regeln geändert. Früher traten die männlichen Sportler nackt an. Aber was ist aus den guten alten Disziplinen wie Tauziehen (zuletzt 1920) oder Seilklettern oder Tauhangeln (beide bis 1932) geworden? …den ganzen Beitrag lesen »

Herzlichen Glückwunsch Deutsches Auswandererhaus in Bremerhaven!

am 06. August 2008 unter Auswanderung abgelegt

Heute, am 6. August 2008, feiert das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven seinen 3. Geburtstag. Für den geneigten Fan wird dieser Anlass auch in diesem wieder mit einem Konzert der Gruppe „Fettes Brot“ gefeiert.

Mehr Infos unter: http://www.dah-bremerhaven.de/

Dort finden Sie auch den Hinweis auf eine Sonderausstellung zum Thema „Deutsche Auswanderer und Flüchtlinge im 19. Jahrhundert nach Buenos Aires!“ Diese Ausstellung ist noch bis zum 21. September 2008 zu besuchen.

Da sich ja die meisten Ausstellungen zum Thema Übersee-Auswanderung hauptsächlich auf Nordamerika konzentrieren, ist dies eine angenehme Abwechslung. Ich werde gleich mal in meinem Kalender schauen, und meinen Ausflug nach Bremerhaven zu dieser Ausstellung planen.

Das waren noch Zeiten….

am 06. August 2008 unter Allgemein abgelegt

Schatzi hat mich gezwungen mit ihm zusammen den Keller aufzuräumen. Während er sich um seinen PC- Müll (ich hoffe er liest diese Woche nicht den Blog) sortiert, widme ich mich den nützlichen Dingen. Allerdings bin ich hinter den Kartons mit den alten Teppichresten (können auch weg, warum hebt man(n) so etwas eigentlich auf?) auf meine alten Liebesbriefe gestoßen. Der von Peter und der von Fritz und auch ein paar von Schatzi dabei. Man kann so herrlich schwelgen. Da kommt der letztgenannte und mokiert sich, dass er die alten Arbeitsspeicher ja auch gleich an das Deutsche Museum in München schicken kann. Kaum ein paar Jahre alt und schon nicht mehr zu gebrauchen.

Er hat dann in einem alten Umzugskarton auch noch Briefe von meinen Vorgängerinnen gefunden, aber auch solche kuriosen Fundstücke sind darunter:

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