Archiv des Monats Mai 2016

Heger Friedhof

am 24. Mai 2016 unter Allgemein, Veranstaltungen abgelegt

Über die Jahre hinweg lernt man ja diverse Kollegen und gleichgesinnte kennen.

Einer von ihnen ist Michael G. Arenhövel vom „Osnabrücker genealogischen Forschungskreises“ (OgF), dieser war so nett und hat den folgenden Beitrag geschrieben:

Mitglieder des Osnabrücker genealogischen Forschungskreises (OgF) arbeiteten anläßlich des Stadtputztages 2015 auf dem Heger Friedhof

Es war eigentlich wie in den vergangenen Jahren. Die Stadt Osnabrück hatte wieder zu einem Stadt-Putztag am 21. März 2015 aufgerufen. Wolfgang Hofmeister und ich hatten dafür geplant, auf dem internationalen Gräberfeld auf dem Heger Friedhof Gedenksteine zu säubern.

 

Das war mal wieder eine Sache, die niemand gerne macht. Man muß sich bücken, Wasser schleppen; Putzen und Moos entfernen, daher auch unsere Frage an die Osnabrücker Service Betriebe (OSB) ob das Wasser nach der Frostperiode angestellt wäre. Er war.

Wir begannen unsere Tätigkeit außerhalb des Stadtputztages, da wir diesbezüglich ungebunden sind. Am 23. März begannen wir zu zweit mit den ersten Reinigungs-Arbeiten auf dem Heger Friedhof. Da die Steine vielfach mit Moosflechten und Moosen sehr bewachsen waren, war an ein schnelles Arbeiten nicht zu denken. Außerdem mußte immer wieder Wasser unweit des Grä­berfeldes geholt werden. Nach ungefähr zwei Stunden mahnte uns unser Rücken die Tätigkeit vorerst einzustellen.

 

Irgendwie spielte das Wetter nicht mit oder es war etwas anderes zu tun und so machte ich mich am 21. Mai allein wieder auf den Weg zum Heger Friedhof mit Wurzelbürsten, Eimer und so einigen Utensilien. Am 8. Juni war dann Wolfgang wieder mit von der Partie.

Anschließend habe ich noch drei weitere Termine allein im Juni und Juli wahrgenommen und war froh, als ich den letzten Gedenkstein – so dachte ich – säuberte. Als ich anschließend die Steine noch einmal komplett fotografierte, stelle ich fest, daß sich ein Gedenkstein in einen großen Busch ‚verkrochen’ hatte und beim Überprüfen mußte ich dann des weiteren feststellen, daß ich einen Gedenkstein, der ganz außerhalb der Reihen lag, vollkommen übersehen hatte. Ich hoffe, daß mir „Maria Tesliva“ diesbezüglich nicht negativ gewogen ist.

Insgesamt waren es 341 Gedenksteine, die wir in über 16 Arbeits­stunden gesäubert ha­ben. Es war, wie in den vergangenen Jah­ren, wieder ein Ereig­nis, daß Spaß gemacht hat. Leider verringern sich die ‚Mitmacher’ immer mehr.

Daß der OSB dann anschließend rund um die Ehrensteine das Gras (maschinell) entfernt hat, bestätigt uns in unserer Tätigkeit weiterzumachen. Frau Eva Güse vom OSB sprach uns im Namen der Stadt Osnabrück Ihren Dank für unsere Tätigkeit aus.

Michael G. Arenhövel

Alle Fotos: Michael G. Arenhövel

Weitere Informationen über den Osnabrücker genealogischer Forschungskreis e.V. finden Sie auf deren Homepage

oder einfach unter: info@os-gen.de Kontakt aufnehmen.

Kirchenbücher online einsehen

am 18. Mai 2016 unter Archive, Vereine, Museen, Historische Dokumente, Internet abgelegt

Tja, es wäre klasse, wenn ALLE Kirchenbücher bereits online verfügbar wären.

Man könnte gemütlich mit einem Kaffee oder Tee vor dem Rechner sitzen und forschen! Ist aber leider nicht so.

Allerdings gibt es einige Kirchen bzw. Landkreise wo bereits einiges online zu finden ist.

Die Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat bereits einen Großteil der Kirchenbücher online gestellt und fügt nach und nach mehr hinzu.

Zu finden sind diese unter: https://www.archion.de/

Ihre Andrea Bentschneider

PS: Wenn auch Sie Internet Seiten kennen, wo Kirchenbücher online gestellt sind, schreiben Sie doch bitte einen kurzen Kommentar.

Die anderen Leser werden sich freuen und nur als Team ist man stark!!!

Die gute alte Zeit

am 11. Mai 2016 unter Allgemein, Wissen abgelegt

„Früher war alles besser!“

Ach ja? Drehen wir die Uhr doch mal so 100 Jahre zurück und schauen uns an wie unsere Vorfahren damals gelebt haben!

OK, genau 100 Jahre ist vielleicht nicht so passend, da ja gerade der 1. Weltkrieg tobte.

Doch der Reihe nach: Staatsoberhaupt war Kaiser Wilhelm II., Staatsform war die konstitutionelle Monarchie.

Krankheiten wie die Pest gehörten hierzulande der Vergangenheit an, aber 1917/1918 brach die „Spanische Grippe“ aus, die weltweit zw.  25 und 50 Millionen Todesopfer forderte. Bei uns hier erlagen etwa 300.000 Menschen der Krankheit.

Doch sehen wir uns mal eine „normale“ Familie an. Diese gehörte zur Unterschicht. Der Adel wurde zwar erst 1919 abgeschafft, aber neben diesem und einigen Großgrundbesitzern, einer überschaubaren Mittelschicht, gehörte der Großteil der Bevölkerung der Unterschicht an.

Wir Frauen wurden vor 100 Jahren im Durchschnitt so knapp 55 Jahre alt, Männer nur 52. Eiserne Regel, je reicher du bist -desto länger lebst Du. Je mehr Geld man hatte, desto besser konnte man sich ernähren und musste weniger „richtig hart“ arbeiten.

Die Kindersterblichkeit lag bei ca. 160 von 1.000 Geburten, da Kinder in den ärmeren Schichten später die Eltern versorgen mussten, hatte man halt viele Kinder. Haushalte mit 8 – 10 Kindern waren keine Seltenheit.

Der Vater war das alleinige Familienoberhaupt. Er war der „Ernährer“ der Familie. Er arbeitete 10 Stunden pro Tag  und das an 6 Tagen in der Woche, erst 1918/19 wurde der Acht-Stunden-Arbeitstag gesetzlich geregelt.

Noch um 1900 sagten viele Wissenschaftler, dass die Frau von Geburt an weniger intelligent sei als der Mann und dass ihre Lebensaufgabe in der Aufzucht der Kinder bestünde. Naja und das die „dummem Mädels“ nicht wählen durften versteht sich wohl von selbst. Erst am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft.

Wie es den Kindern erging folgt in einem zweitem Beitrag.

Ihre Andrea Bentschneider