Archiv des Monats April 2008

Und es war (noch nicht ganz) Sommer …

am 28. April 2008 unter Prominente, TV abgelegt

… sondern eher Februar/März 2008 als Sänger Peter Maffay gemeinsam mit seinem Vater an seinen Geburtsort Kronstadt, Siebenbürgen, Rumänien reiste und dort die Spuren seiner Vorfahren aufnahm.

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Am Montagabend, 28. April 2008 um 21:00 Uhr in der ARD läuft nun die vorerst letzte Folge der vierteiligen Serie „Das Geheimnis meiner Familie“ mit dem Sänger Peter Maffay.

Da ich diese Folge auch noch nicht kenne, werde ich am Montagabend auch wieder gebannt vor dem Fernseher sitzen.

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Was erlauben Archive…?

am 21. April 2008 unter Historische Dokumente abgelegt

Da habe ich gerade etwas erfahren, wo ich jetzt nicht so genau weiß, ob ich vor Wut und Ungläubigkeit zuerst lachen oder weinen soll.

Also: im vergangenen Jahr hatte ja das Krankenbuchlager in Berlin beschlossen, von heute auf morgen keinerlei Auskünfte mehr aus deren Beständen zu erteilen. Da diese Krankenbücher die einzigen (!) existierenden staatlichen Unterlagen sind, die Angaben über die Soldaten des 1. Weltkriegs enthalten, hatte mich dieser Beschluss seinerzeit schon äußerst irritiert. Die Begründung lautete in etwa so, dass mehr als 60 Jahre seit Kriegsende vergangen seien und dass Auskünfte nur noch an offizielle Stellen sprich Behörden zwecks rechtlicher Angelegenheiten erteilt werden würden. Da hatte ich dann aber noch die Hoffnung, dass man über kurz oder lang zu Vernunft oder einer angemessenen Lösung kommen würde. …den ganzen Beitrag lesen »

Bitte lächeln!!!

am 14. April 2008 unter Prominente, TV abgelegt

Ausgangspunkt der 3. Folge der Serie „Das Geheimnis meiner Familie“ in ARD (heute Abend, 14. April um 21:00 Uhr) ist dieses Familienfoto, das hier Ausschnittweise zu sehen ist. Hierbei handelt es sich um die Vorfahren der Schauspielerin Christine Neubauer. Leider sind ihr diese Personen aber vollkommen unbekannt. Ihre Eltern können ihr auch nicht weiterhelfen, also reist sie bis nach Niederbayern, um dort von Ihren Cousins und Cousinen zu erfahren, wer diese Personen sind und wie sie gelebt haben.

Mit freundlicher Genehmigung der Tangram – Christian Bauer Filmproduktion, München.

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Er hat ein knallrotes Gummiboot…

am 09. April 2008 unter Historische Dokumente, Prominente abgelegt

Nein, hatte er nicht. Manfred von Richthofen hatte ein knallrotes Flugzeug!

help me with my homework

Mein Schatz will mit mir diese Woche den Film „Der Rote Baron“ ansehen. Da ich bisher nur eine grobe Vorstellung über diese Person hatte, habe ich mich im Internet erst einmal schlau gemacht. Bei dieser Entscheidungsfindung, ob Schnulze oder Männerfilm im Kino am Samstagabend, setze ich mich fast schon reflexartig vorsichtshalber erst einmal mit der Ahnenforschung derer „von Richthofen“ auseinander.

So bin ich dann beim Stöbern auf ancestry.de im „Almanach der guten Gesellschaft Deutschlands“ aus dem Jahre 1894 in Breslau zufällig auf zwei Einträge mit dem Namen „von Richthofen“ gestoßen. Super, dachte ich mir, da kann ich ja mal kurz einen Stammbaum erstellen und den Blog-Lesern die Familiengeschichte ein wenig näher bringen. Anders als (wahrscheinlich) im Film wollte ich nur belegbare Tatsachen bringen und nichts beschönigen oder dazudichten.

Quelle: www.ancestry.de

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Bei der ARD forschen Sie in der ersten Reihe, Teil 3

am 04. April 2008 unter Allgemein, TV abgelegt

Am kommenden Montag, den 7. April um 21:00 Uhr in der ARD erscheint nun also die 2. Folge der Serie „Das Geheimnis meiner Familie“. Protagonist dieser Folge ist der Schauspieler Armin Rohde.

Seine Motivation für die Reise in die Vergangenheit war die Frage nach dem Verbleib von seinem Großvater Hermann Rohde, der Vater seines Vaters, der im März 1945 zuletzt im Haus der Familie südlich von Danzig gesehen wurde. Auf der Suche nach Hermann Rohde besucht Armin gemeinsam mit seinem Vater Kurt u. a. auch das WASt in Berlin (siehe dazu auch meinen anderen Blogbeitrag).

Wie in der vergangenen Woche auch schon in einigen Zeitungen zu lesen war, brachte die Reise in die Vergangenheit für Armin Rohde auch einige unangenehme Informationen zu Tage. Armin wird in Anschluss an o. a. Sendung bei „Beckmann“ um 22:45 ebenfalls am 7. April in der ARD über seine Erfahrungen bei der Ahnenforschung.

Hier dazu der offizielle ARD-Pressetext:
„… Armin Rohde Auf den Spuren seiner Vorfahren – als Armin Rohde sich für die ARD-Dokumentation „Das Geheimnis meiner Familie“ (Ausstrahlung am 7. April um 21.00 Uhr) auf Entdeckungsreise machte, ahnte er nicht, was ihn erwartete. Eigentlich auf der Suche nach seinem verschollenen Opa väterlicherseits, erfuhr der Charakterdarsteller („Kleine Haie“, „Lola rennt“, „Das Wunder von Lengede“) ein schockierendes Geheimnis: Sein Großvater mütterlicherseits war ein Nazi-Verbrecher, der als Polizist im Warschauer Ghetto an der Erschießung von 110 Juden beteiligt war. Totgeschwiegen in der Familie, kam der Schauspieler erst durch die Dokumentation auf die Spur dieses Mannes. Rohde hat für ihn keinen Namen mehr, er will ihn aus seiner Familie verbannen. Doch bevor er dies endgültig tut, spricht er noch einmal bei „Beckmann“ über seinen Vorfahren – und darüber, wie die Erkenntnisse sein Leben verändert haben.“

Quelle: http://www.presseportal.de/pm/6694/1166375/ard_das_erste


Meiner Meinung nach ist diese Folge äußerst gut gelungen und sollte auf gar keinen Fall verpasst werden.

AEG, ZDF und OCB – Wofür steht eigentlich WASt????

am 04. April 2008 unter Allgemein abgelegt

…frei nach der Musikgruppe „Die Fantastischen 4“ die 1999 mit Ihrem Lied „Mit freundlichen Grüßen“ alle möglichen Abkürzungen genannt haben. Eine fehlte jedoch:

WASt = Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht.

Uff… Klar das da eine Abkürzung her muss, denn sonst wäre wohl die Visitenkarte zu groß. Aber Spaß beiseite, ich wollte heute mal berichten was die WASt so macht und mit welchen Anliegen man sich an sie wenden kann. Ich war am Dienstag direkt vor Ort in Berlin, um für eine Firma, die auch nur aus Abkürzungen besteht, zu recherchieren. Da das Aufgabengebiet sehr umfangreich ist und ich nichts auslassen möchte, wird dieser Beitrag länger als die sonstigen, aber es lohnt sich, denn vielleicht haben auch Sie Angehörige, die in den Kriegen gefallen sind oder als vermisst gelten oder…

Als Hintergrundinformation ein paar Zahlen und Fakten:

Am Ende des Zweiten Weltkrieges gab es allein in Deutschland 7.375.800 Opfer zu beklagen:

3.200.000 Wehrmachtssterbefälle (inkl. Österreicher)

1.100.000 Vermisste Wehrmachtsangehörige mit deren Tod sicher zu rechnen ist (inkl. Österreicher)

500.000 Verluste in der deutschen Zivilbevölkerung

2.251.500 Verluste durch Vertreibung und Verschleppung

300.000 Verluste durch politische und religiöse Verfolgung

Die Gesamtzahl aller Opfer des Krieges beläuft sich auf 55.293.500 Menschen

Zur Entstehung und zu den Aufgaben der WASt:

Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die nach dem Genfer Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangene vom 27.7.1929 eine vorgeschriebene Nationale Auskunftsstelle in Berlin eingerichtet. Die Aufgabe war neben der Auskunftserteilung über „fremdländische“ Kriegsgefangene hauptsächlich die Erfassung der Verluste der deutschen Wehrmacht. Dies beinhaltet die Verwundungen, Erkrankungen, Sterbe- und Verlustfälle. 1943 zog diese Stelle nach Thüringen um, nach der Besetzung Thüringens durch die Sowjetarmee wurde die Dienststelle nach Kassel verlegt bis sie 1946 wieder nach Berlin kam. In den ersten Nachkriegsjahren erhielt sie zahl- und umfangreiche Unterlagen anderer militärischer und militärähnlicher Verbände, darunter die erhalten gebliebenen Bestände der Waffen-SS, der Polizei-Verbände, des Reichsarbeitsdienstes etc., sodass sie mit ihrer Arbeit auch für den Kreis der in diesen Einheiten eingesetzten Personen zuständig wurde.

Die Einrichtung war zur Registrierung sämtlicher Verluste der Wehrmacht infolge Verwundung, Tod, Vermisstenschicksale und Kriegsgefangenschaft bestimmt. Auch Personalien von Soldaten, die nach dem Krieg von ihren Angehörigen gesucht wurden, erhielten einen Eintrag in die Datei, die heute rund 20 Millionen Karteikarten umfasst.

Nach dem Fall der Mauer sind etwa 45 Tonnen bzw. 10 Millionen weitere Einzelmeldungen hinzugekommen. Darüber hinaus spielte und spielt sie eine Rolle beim Bewerten von Rentenansprüchen ehemaliger Wehrmachtsangehöriger oder ihrer Hinterbliebenen sowie bei Justizermittlungen wegen Kriegsverbrechen durch die Wehrmacht. Auch jetzt sind noch Anfragen möglich, so gehen immer noch tausende von Anfragen ein, aber es werden jährlich auch etwa 10.000 Fälle abgearbeitet, das heißt Suchanfragen beantwortet und durch jährlich kommen natürlich auch neue hinzu. Wenn zum Beispiel der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. bei seiner Suche wieder fündig geworden ist und vielleicht eine Erkennungsmarke in einem Grab gefunden hat, kann auch eine lang zurückliegende Anfrage geklärt werden.

Man darf die Hoffnung einfach nicht aufgeben…

Zusammenfassend:

Die WASt erteilt also Auskünfte über:

Erstattung von Kriegssterbefallanzeigen

Bescheinigungen zu Todeserklärungsverfahren

Klärung von Vermisstenschicksalen

Erkennungsmarkenentschlüsselungen

Feldpostnummernentschlüsselungen

Nachweis von Kriegsgräbern

Nachlassverwaltung

Bescheinigungen über militärische Dienstzeiten

Bescheinigungen zur Vorlage bei Versorgungsämtern (Kriegsopferversorgung)

Nachweise über:

– Kriegsgefangenschaft

– Orden und Ehrenzeichen

– Staatsangehörigkeit


Natürlich entstehen für die Suche Kosten, wie hoch diese sind hängt natürlich auch mit den Ihnen bereits bekannten Informationen zusammen. Je mehr man über eine Person weiß, desto einfacher die Suche und somit so geringer die Kosten.

Gemäß Verwaltungsgebührenordnung wird bei allen Anfragen, die nicht auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, pro angefangener Antwortseite eine Gebühr von mindestens 8,- €, Fotokopien 0,50 € erhoben. Die Kosten für die Erstellung eines militärischen Werdegangs betragen in der Regel ca. 20,- € pro überprüfte Person.

Stand: November 2007 (diese Information stammt von der WASt-Webseite). Meine Erfahrung ist, dass die Bearbeitung eines Suchantrags durchschnittlich bei ca. 50,- € liegt, wobei dann aber auch ausführliche Unterlagen teilweise inkl. Kopien von Fachliteratur über die Einheiten, Landkarten, etc. enthalten sind.

Da Vater Staat (warum heißt es eigentlich Vater Staat und Muttersprache?) ja auf Sparkurs ist, wurden und werden auch die Mitarbeiterzahlen nicht größer, sondern kleiner. Was ich damit sagen will ist folgendes: Die Bearbeitungsdauer beläuft sich auf ca. 6 bis 9 Monate.

Kontaktaufnahme ist folgenderweise möglich:
Die Deutsche Dienststelle (WASt)
Eichborndamm 179,
13403 Berlin

Tel.: 030 / 41904-0
Fax: 030 / 41904-100

Öffnungszeiten:
Mo., Di. und Mi.: 9.00-14.00 Uhr
Do. 10.00-18.00
Fr. 9.00-13.00 Uhr

Weitere, detaillierte Informationen finden Sie auf der Homepage unter:
http://www.dd-wast.de/

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