Archiv der Kategorie 'Wissen'

Deutsche Staatsbürgerschaft

am 17. Februar 2017 unter Allgemein, Internet, Tipps und Tricks, Wissen abgelegt

Eigentlich wollte ich ja erst nächste Woche einen neuen Beitrag posten…

Eigentlich geht man ja davon aus, das wenn jemand einen Deutschen Pass hat er auch Deutscher ist, oder?

Während ich heute morgen ins Büro fuhr, habe ich im Radio gehört, dass der Vizepräsident von Equador auch einen deutschen Pass besitzt.

Aber ist er dann auch Deutscher?

Nicht unbedingt, denn….

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Meldepflicht

am 14. Februar 2017 unter Allgemein, Tipps und Tricks, Wissen abgelegt

Es gibt bei uns ja diverse Meldepflichten.

Neben der Pflicht der Arbeitgeber ihre Beschäftigten zur Sozialversicherung, Meldung von Krankheiten oder Leiden die unter das Infektionsschutzgesetz fallen oder die Unfallmeldung oder, oder…

oder die laut Bundesmeldegesetz gesetzlich vorgeschriebene Pflicht, sich an seinem neuen Wohnort im Einwohnermeldeamt anzumelden.

Melderegister werden traditionell im Einwohnermeldeamt, in kleinen Gemeinden auch im Ordnungsamt geführt.

Wie können uns Forschern diese bei der Suche nach dem Lebensweg weiterhelfen?

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Feudel, Oachkatzelschwoaf, Teilchen und eine Schrippe

am 22. November 2016 unter Allgemein, Historische Dokumente, Internet, Wissen abgelegt

Schatzis Freund Volker ist aus Berlin nach Hamburg gezogen. Da man ja nett ist, haben wir natürlich sein neues Domizil in Hamburg erst einmal grundgereinigt. Aber wie die Kerle so sind, fehlte natürlich die Hälfte, also habe ich Volker in den Drogeriemarkt Budnikowsky geschickt, um Allzweckreiniger, Lappen, Scheuerpulver und einen Feudel zu kaufen. Nach 10 Minuten kam er wieder, hatte auch alles, bis auf den Feudel.

„Den gibt es da nicht“? Keinen Feudel bei Budni ist wie McDonalds ohne Burger, da wird nie im Leben passieren. Also zusammen hin spaziert und was sehen meine Augen da liegen? Feudel! „Ach, Aufnehmer meinst Du!“

Den Begriff Feudel haben die Franzosen mit hergebracht, mehr oder weniger…  Das Wort stammt vom französischen Wort „voile“ (Schleier oder Kopftuch) ab (Falls Sie mal bei Herrn Jauch auf dem Stuhl sitzen).

Hier oben im Norden, gibt es nun seit den anfänglichen Pilotprojekten so um 2010 herum, auch wieder Platt (also Niederdeutsch) Unterricht an den Schulen. Leider noch nicht an allen und regelmäßig. Es fehlen halt Lehrer die noch platt schnacken können.

Neben Hamburch gibt es dat auch noch in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Lange wurde den Lütten, wenn sie denn überhaupt noch platt gesprochen haben, dies ausgetrieben. Erst etwa ab dem Jahr 2000 merkte „man“, dass die niederdeutsche Sprache ist ein wertvolles Kulturgut ist. Wenn sie vor dem Aussterben bewahrt werden soll, muss etwas getan werden.

Regionale Dialekte MÜSSEN erhalten bleiben, es klingt doch toll wenn einer so richtig Bayrisch daherredentut.

Andrea Länder sind uns da einen Teil voraus. In Neu-Seeland gibt es Maori Unterricht an den Schulen, es wird der Haka (ein ritueller Tanz der Ureinwohner und KEIN Kriegstanz) gelehrt, um so das kulturelle Erbe zu erhalten.

Weltweit gibt es Zur Zeit etwa 6.500 auf unserem Planeten. Linguisten schätzen, dass in 100 Jahren knapp die Hälfte davon verschwunden ist.

Wie für Tiere, gibt es auch für Sprachen eine „rote Liste“, da diese vom Aussterben bedroht sind. Wer jetzt nur an die kleinen Stämme in den Regenwäldern denkt, hat unrecht. Auch eine unserer Sprachen steht auf dem Index: Niedersorbisch.

Bóžemje!

Ihre Andrea Bentschneider

Ich bin dann mal….

am 23. Juni 2016 unter Wissen abgelegt

nein, keine Angst: Ich bin nicht weg!

Ich bin dann mal auf der keramischen Abteilung, WasserClosett (WC), Klo, Donnerbalken etc.

Wir können ja froh sein, im hier und jetzt zu leben und nicht etwa im Mittelalter.

Da verrichtete man seine Notdurft, wenn man dann in der Stadt wohnte, schön ins Töpfchen und kippte dies am nächsten Morgen einfach aus dem Fenster. Auf dem Dorf ging man halt vor die Tür und machte da, was man so machen muss.

Das „Gutes“ auch mal in Vergessenheit gerät ist ja bekannt. Zu Zeiten des Julius Cäsar besaß der betuchte Römer bereits ein WC im Hause und es gab öffentliche Bedürfnisanstalten.  Das geriet leider in Vergessenheit. Unsere Freunde am französischen Hofe gab es im 18. Jahrhundert keinen Ort wo man mal austreten konnte. Alles was man benötigte war eine Glocke.

Eine Glocke? Ja, denn man …. jetzt gehen mir langsam die Umschreibungen aus… verrichtete sein Geschäft einfach im Zimmer auf den Boden! Dann Glocke läuten und ein Bediensteter kam und entfernte die Hinterlassenschaft.

Neben der Tatsache, dass es nicht nur bei Hofe bestialisch gestunken hat, gab es natürlich auch hygienische Probleme und diverse Krankheiten die auf die geschilderten Unarten basierten.

Aber da war doch was… Ach ja die alten Römer hatten da doch etwas und wie hieß dieser Kerl noch gleich? John Harington erfand nämlich bereits 1596 ein Wasserklosett.

Kurzer Zeitsprung. Als 1860 Queen Victoria nach Deutschland kam, war man im Vorfeld bereits bemüht es der Dame so komfortabel wie möglich zu machen, also importierte man aus England eine Toilette. Diese wurde dann im Schloss Ehrenburg /Coburg eingebaut.

Also falls Günter Jauch Sie mal fragen sollte….

So nun muss ich aber wieder meinen Geschäften nachgehen.

Apropos Geschäfte…

Es war ein mal vor langer Zeit in einem fernen Lande. Dort gab es eine Art Donnerbalken und die Männer trafen sich dort um Ihre Notdurft zu verrichten. Keine Trennwände oder so, sondern man saß fröhlich plaudernd nebeneinander und machte Geschäfte. 3 Schafe kaufen = ein kleines Geschäft, 30 Schafe kaufen eher ein großes Geschäft.

Und aus dieser Zeit stammt auch die Umschreibung „sein Geschäft verrichten“. Kinder sagen oft „ich muss mal klein“ oder „ich muss mal groß“, stammt auch aus dieser Zeit.

Ihre Andrea Bentschneider

Die gute alte Zeit

am 11. Mai 2016 unter Allgemein, Wissen abgelegt

„Früher war alles besser!“

Ach ja? Drehen wir die Uhr doch mal so 100 Jahre zurück und schauen uns an wie unsere Vorfahren damals gelebt haben!

OK, genau 100 Jahre ist vielleicht nicht so passend, da ja gerade der 1. Weltkrieg tobte.

Doch der Reihe nach: Staatsoberhaupt war Kaiser Wilhelm II., Staatsform war die konstitutionelle Monarchie.

Krankheiten wie die Pest gehörten hierzulande der Vergangenheit an, aber 1917/1918 brach die „Spanische Grippe“ aus, die weltweit zw.  25 und 50 Millionen Todesopfer forderte. Bei uns hier erlagen etwa 300.000 Menschen der Krankheit.

Doch sehen wir uns mal eine „normale“ Familie an. Diese gehörte zur Unterschicht. Der Adel wurde zwar erst 1919 abgeschafft, aber neben diesem und einigen Großgrundbesitzern, einer überschaubaren Mittelschicht, gehörte der Großteil der Bevölkerung der Unterschicht an.

Wir Frauen wurden vor 100 Jahren im Durchschnitt so knapp 55 Jahre alt, Männer nur 52. Eiserne Regel, je reicher du bist -desto länger lebst Du. Je mehr Geld man hatte, desto besser konnte man sich ernähren und musste weniger „richtig hart“ arbeiten.

Die Kindersterblichkeit lag bei ca. 160 von 1.000 Geburten, da Kinder in den ärmeren Schichten später die Eltern versorgen mussten, hatte man halt viele Kinder. Haushalte mit 8 – 10 Kindern waren keine Seltenheit.

Der Vater war das alleinige Familienoberhaupt. Er war der „Ernährer“ der Familie. Er arbeitete 10 Stunden pro Tag  und das an 6 Tagen in der Woche, erst 1918/19 wurde der Acht-Stunden-Arbeitstag gesetzlich geregelt.

Noch um 1900 sagten viele Wissenschaftler, dass die Frau von Geburt an weniger intelligent sei als der Mann und dass ihre Lebensaufgabe in der Aufzucht der Kinder bestünde. Naja und das die „dummem Mädels“ nicht wählen durften versteht sich wohl von selbst. Erst am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft.

Wie es den Kindern erging folgt in einem zweitem Beitrag.

Ihre Andrea Bentschneider

Opa Maria

am 26. April 2016 unter Wissen abgelegt

Zwischenablage01Opa Julius MARIA Müller? Hmm, ein Mann mit einem weiblichen Vornamen?

Schauspieler Claus MARIA Brandauer oder der Komponist Carl Maria von Weber. Komisch, dass es keinen Peter ANNA Schmidt oder einen Paul USCHI Meyer gibt, oder?

Maria ist oft in Landstrichen mit überwiegend katholischer Bevölkerung als Mittelname anzutreffen, das beruht auf der Verehrung der Jungfrau Maria als Mutter Gottes.

„Moment mal!!!“, werden nun einige von Ihnen rufen, „Carl Maria von Weber wurden in Eutin geboren und das ist ja wohl Protestantisch“.

Recht haben Sie, aber seine Mutter kam aus dem katholischen Allgäu.

Aber warum gibt es zum Beispiel keine Anna JOSEPH? Der wird halt nicht so verehrt? ABER: Es könnte doch eine Anna JESUS geben? Prinzipiell ja, aber dieser Vorname ist erst seit kurzem nur für Jungs zugelassen.

Aber könnte ich mein Kind zum Beispeil: Peter Johannes Ben Ralf Michael John Kevin Alexander Paulus Rüdiger Karl Heinz nennen?

Jein, also das Sorgerecht der Eltern gewährt diesem Kinde einen Namen zu geben, ABER der Staat habe aber die Pflicht, das Kind als Grundrechtsträger vor verantwortungsloser Namenswahl durch die Eltern zu schützen (BVerfG, Az. BvR 994/98).

Grundsätzlich liegt es im Ermessen des Standesbeamten, aber mal ehrlich wer seinem Kind mehr als 5 Vornamen gibt, der… naja!!!
 Das „Kevin Justin“ keinen Bock auf seine Vornamen hat ist Geschmackssache, aber den ändern zu lassen ist nicht so einfach (zumindest bei diesen doch gängigen Vornamen).
OK, Uwe Ochsenknecht hat mit der Namenswahl seiner Kinder namens Jimi Blue und Wilson Gonzalez Kreativität bewiesen.

Wenn der „blaue Jimmy“ nun lieber offiziell Michael oder Peter heißen möchte, muss er  dem Beamten belegbar glaubhaft machen, dass er unter dem Namen leidet.

Aber was ist mit den sogenannten Unisexnamen? Bei Kai/Kay kann es sich um einen Jungen oder ein Mädchen handeln, ebenso bei vielen friesischen Namen wie zum Beispiel Folke. Da kann es sein, das der Standesbeamte auf einen zweiten „Geschlechtserkennenden“ Vornamen besteht.

 Was mich bei der Recherche zu diesem Artikel verwundert hat, ist die Tatsache, dass der mir eigentlich als weiblicher Vorname „Ida“ bekannter Namen auch so ein Unisexname ist, ebenso wie Merle.
Grüße aus Hamburg in die Welt,
Andrea (in Italien auch als Männername verwendet) Bentschneider

Aus dem Nähkästchen geplaudert

am 31. März 2016 unter Tipps und Tricks, Wissen abgelegt

Es gibt in der Familienforschung nichts was es nicht gibt. Ich sage ja oft, dass man auch mal um die Ecke denken soll, aber ich erinnere mich da an einige Fälle wo ich eher 4 mal um die Ecke denken musste:

  • Auf der Eheurkunde stehen ja die Eltern der Brautleute. Auf der Sterbeurkunde der Ehefrau steht als Witwer aber der Schwiegervater. Fehler? Mitnichten! Nach dem Tod des 1. Ehemannes heiratet die Witwe dessen Vater!
  • Ich habe verzweifelt die Sterbeurkunde einer Dame gesucht. Die war zum damaligen Zeitpunkt 107 Jahre alt. Nirgends gefunden!
    Unbekannt verzogen und irgendwo verstorben? Mitnichten!. Die Dame war quicklebendig und wohnte nicht etwa in einem Seniorenheim, sondern versorgte sich noch selbst. Wir haben ein paar mal telefoniert und sie meinte „Tja, manchmal machen die Beine nicht mehr so ganz mit, aber im Kopp bin ich noch voll da“
  • Oder der Theaterdirektor, der erst in Hamburg tätig war und dann in zwei weiteren Städten in Deutschland.
    Nix besonderes? Mitnichten! Denn er war in jeder Stadt mit einer Frau verheiratet, ohne Witz ich habe drei offizielle Eheurkunden gefunden und KEINE Scheidung. Auf allen Sterbeurkunden der Ehefrauen war als Gatte besagter Theaterdirektor genannt!

Ich könnte noch so einige Kuriositäten dieser Art nennen!

Klar, nicht in jeder Familie kommen solche Dinge vor, aber immer daran denken:

„Es gibt nichts, was es nicht gibt“

Ihre Andrea Bentschneider

Was treiben die da?

am 10. März 2016 unter Archive, Vereine, Museen, Wissen abgelegt

Habe am Wochenende mal wieder den Keller aufgeräumt und bin auf einige schriftliche Schätze meiner Schulzeit gestoßen!

Die „müffeln“ aber nach feuchtem Keller und Mief…

OK, die sind halt auch schon 20 – 30 Jahre alt, aber wie machen die das eigentlich im Archiv? Da liegen doch Urkunden die bereits hunderte von Jahren alt sind????

Der NDR hat da etwas zu bieten:

https://www.ndr.de//fernsehen/archivtag106-player_image-95636621-558b-4d64-be14-7223450679df_theme-ndrde.html

Liebe Grüße,

Ihre / Eure Andrea Bentschneider

Schon gewusst? Familiennamen

am 16. Februar 2016 unter Allgemein, Wissen abgelegt

Hallo Frau Bentschneider,

vielleicht haben Sie Interesse an dem beigefügten Artikel. Wenn nicht, es gibt die Löschtaste.

Viele Grüße
Christian Methner

Aber sicher habe ich Interesse Herr Methner und die Leser sicherlich ebenso. Herr Methner hat sich auf die Suche nach der Herkunft seines Nachnamens gemacht.

Neben der Schreibweise Methner, finden Sie auch Informationen zu /Metner, Medtner, Medtner,Mettner, Mettener , Miethner, Maethner und Mähtner.

Falls Sie diret Fragen oder Anregungen haben können Sie Herrn Methner gerne unter: christian.methner@outlook.de
kontaktieren.

Hier nun alles:

Zur Herkunft der Familiennamen Methner

Nochmals Danke für die Zusendung.

Ihre Andrea Bentschneider

Friedhof, Begräbnisplatz, Gottesacker, Kirchhof oder Leichenhof

am 02. Februar 2016 unter Allgemein, Wissen abgelegt

„Herr Doktor, ist das eine seltene Krankheit die ich habe?“
„Nein, die Friedhöfe sind voll davon!“

OK, das zur Auflockerung…

Laut statistischen Bundesamt sind 2014 868.373 Menschen verstorben, ein Rückgang um 2,8% im Vergleich zum Vorjahr. Seit 1972 sterben bei uns mehr Personen als geboren werden.

Die Anzahl der Bürger schrumpft, die Bestattungen im Sarg ebenso, logische Konsequenz: Es ist viel, viel leerer Platz auf den Friedhöfen vorhanden. Sterben unsere Friedhöfe also aus?

Eher nicht, denn auch Urnen müssen ja beigesetzt werden. Laut Friedhof kommen 8 Urnen auf eine Sargstelle. Bereits vor 5 Jahren lagt die Zahl der anonymen und nicht-anonymen Feuerbestattungen hier im Norden auf knapp 80%.

Was tun?

Ein weiteres Problem der Friedhöfe sind die Ruhezeiten. Man kann nicht einfach mit dem großen Rasenmäher über leere Flächen fahren, man muss die Ruhezeiten /Liegezeit beachten. In der Regel liegt die in Deutschland zw. 20 und 30 Jahren bei einem Erdgrab. Bei Kindern und Säuglingen gelten 10- 20 Jahre.

Wenn ich zu meinem Vater raus fahre komme ich immer an einem Tierfriedhof vorbei. In Lübeck hat man bereits vor Jahren einen leerstehenden Teil des Friedhofs abgetrennt und bietet dort nun Tierbestattungen an.

Ist der Friedhof wie wir ihn kennen am aussterben? Es scheint so, dabei lohnt sich ein Besuch. In Hamburg zählt der Friedhof Ohlsdorf zu einer Touristenattraktion…

Ihre Andrea Bentschneider