Und wer hat’s erfunden? Definitiv nicht die Schweizer.

Ich habe mich ja bereits vor langer Zeit einmal über die „ ziehende Hechtsuppe“ ausgelassen. Falls sich jemand getraut hat, das Rezept nachzukochen, bitte mal melden. Heute möchte ich dem Ursprung des Wortes „OK“ auf den Grund gehen.

OK, dann mal los. Die Frage an www.ich-weis-alles-vor-allem-besser.de, auch bekannt als mein Göttergatte, hätte ich mir sparen können. Warum können Männer eigentlich nicht zugeben, dass auch sie mal etwas nicht wissen? Seine Geschichte über den angeblichen Burgherren Otto Konrad, der 1800-Schieß-mich-Tod seine Schreibschwäche durch ein hin gekritzeltes OK kaschieren wollte, habe ich von Anfang an nicht so recht glauben wollen.

Spannend, äußert spannend. Den Hechtsuppen Spruch zu entziffern war ja relativ einfach. Zum OK habe ich mittlerweile so um die 10 Theorien gefunden. Schatzi war ja gar nicht so weit mit einigen seiner Ansätze von diesen Theorien entfernt. Es geht eigentlich immer um Initialen von Personen.

Hier kurz die Besten:
Kartoffelzüchter Oskar Keller stempelte seine Export Kisten aus „deutsche Gründlichkeit“ mit seinem Kürzel.

Otto Krause bzw. Otto Krüger, beides angebliche Qualitätsprüfer bei den Ford Motor Werken kürzten Ihre Kontrolle mit OK ab.

Der Lagerverwalter Otto Krüger (dieser Otto Krüger scheint ja ein wahrer „Hans Dampf in allen Gassen“ zu sein) aus New York gefunden und… logisch auch er kürzte seine Kontrolle mit OK ab.

Otto Kern, ein Mitarbeiter in einer Elektrofirma hat natürlich auch „kontrolliert“. Er war für die Abschlusskontrolle der gefertigten Platinen zuständig und gab am Ende sein „OK“. Man sollte den Modemacher Otto Kern mal fragen, ob er auch etwas damit zu tun hat oder eventuelle verwandtschaftliche Verbindungen in die USA vorhanden sind.

Doch nun mal zu anderen nicht „Ottorisierten“ Theorien: Im ersten Weltkrieg haben angeblich einige englischsprachige Zeitungen Gefechte mit keinen Toten mit „Zero Kills“ (Null Tote) kommentiert. Abgekürzt wurde dies durch 0K.

Im Sommer 1838 kam in Boston, später auch im Rest der USA, die Mode auf, Ausdrücke bewusst falsch abzukürzen. So gab es Abkürzungen wie KG für „know good“ (nicht gut) oder KY für „know yuse“ (nicht zu gebrauchen).

Am wahrscheinlichsten finde ich jedoch folgende Theorie: Zudem gab es auch die Abkürzung OK für „oll korrect“, welche angeblich auf den noch nicht so ganz der englischen Sprache mächtigen zurückgehen soll, Dieser hat an Ihn gerichtete Anfragen, Schreiben, Bestellungen, etc., denen er zustimmte, auf diese Weise unterschrieben. Da die New Yorker dem alten General auch den Straßennamen „Broadway“ als Ableitung vom Breiten Weg in seiner Heimatstadt Magdeburg zu verdanken haben, warum soll er nicht auch auf diese Weise seinen Einfluss geltend gemacht haben?

Wie die meisten anderen Moden auch, gingen die meisten dieser Wörter wieder verloren. OK blieb jedoch bestehen.

Also, alles OK?

3 Kommentare zu “Und wer hat’s erfunden? Definitiv nicht die Schweizer.”

  1. Tom sagt:

    Ich kannte die Version mit den Qualitätsprüfern bei Ford. Die anderen Theorien sind mir neu, aber auch nicht schlecht.

  2. Totemizer sagt:

    Bei mir ist die Schulzeit noch nicht so lange her, und ich meine mich erinnern zu können, dass in unserem Englischbuch stand, die einwandernden Europäer hätten das Wort „Okay“ von den Ureinwohnern Amerikas übernommen. Genauer gesagt von dem Stamm der Navajo. Aber ob da was dran ist, und ob das mit dem Kürzel „OK“ etwas zu tun hat, weiß ich nicht genau.

  3. Giselle sagt:

    Hallo Andrea,

    Ich weiss nicht ob du den ‚Word Detective‘ auch durchgekuckt hast, hier gibt es noch mal was zum Thema:

    http://www.word-detective.com/052003.html (die Überschrift für den zutreffenden Absatz ist: ‚I suppose it beats testosteroons eBaying.‘)

    Genau wie schon in deinem Artikel erwähnt aber ich fand die Verbindung zu Martin Van Buren’s Präsidentenkandidatur recht interessant. Aber das scheint ja auch auf dieses ‚oll korrect‘ zurück zu gehen, also steuert mein Kommentar auch nüscht neues zum Thema bei, nu ja…

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