Lustig, lustig…

tralalalala, bald ist Nikolausabend da.

Nein, das sind nicht die Auswirkungen des gestrigen Abends, es geht eher in die Richtung der Sprüche, die mein alter Mathleehrer immer gebracht hat. Sein Lieblingsspruch war: „Erst denken, dann reden“…

Ich bin ja immer bereit kleine Wünsche zu erfüllen. Bei manchen Anfragen kann ich allerdings nur schmunzeln.

Nein, ich kann leider kein Foto von der Fahrt der Mayflower (ja das „erste“ Auswandererschiff in die USA) liefern. Die Mayflower  stach am 6. September 1620 von Plymouth aus in See und erreichte die USA (genauer landete sie in Cape Cod) am 21. November 1620. Das erste Foto der Welt wurde erst 206 Jahre später aufgenommen, es gibt also höchstens ein gemaltes Bild von der Mayflower.

Kurios 2: Nach dem Artikel über die , bekam ich prompt eine E-Mail aus den USA (wo der Blog nicht so alles gelesen wird…). Da sucht ein Amerikaner nicht nur irgendein Bild der Cimbria, sondern eines aus dem Jahre 1866, da seine Familie auf diesem Schiff in diesem Jahr ausgewandert ist. Diese Informationen hat er in den Familienunterlagen gefunden. Hmm schwierig, da das Schiff erst 1867 vom Stapel lief… Aber es zeigt doch wieder deutlich, dass man nicht jeder Information gleich Glauben schenken darf.

Also lieber prüfen bevor man Information für bare Münze nimmt. Wir haben dann die Passagierlisten der Cimbria durchgesehen und festgestellt, dass die Familie 1868 mit diesem Schiff gereist ist.

Also einfach „nur“ ein kleiner Schreibfehler in den Unterlagen, aber einer mit großen Folgen.

Aber ich habe in meinen Unterlagen ein Bild aus dem Jahr des Stapellaufs des so genannten Goldschiffes Cimbria gefunden. Siehe hierzu auch den Beitrag vom Mittwoch und den Bericht über eine Reise in der damaligen Zeit.

Abgesehen von der Tatsache, dass man eventuell ein Bild von dem Schiff haben möchte, auf dem die Vorfahren ausgewandert sind, gibt ein Bild noch einen Hinweis über die Reisedauer.

Wie man sieht handelt es sich bei der Cimbria um ein dampfunterstütztes Segelschiff. Damit konnte bei einer Flaute der Kessel angeschmissen werden und die Reise konnte trotz Windstille weitergehen. Dauerte eine Reise von Hamburg nach New York mit einem Segelschiff zwischen 3 und 10 Wochen (es gab Fälle wo wochenlang kein Wind wehte und man nur so vor sich hin dümpelte), verkürzte sich die Reisedauer auf einem Dampfsegler auf etwa 2 Wochen.

Der Übergang vom dampfunterstütztes Segelschiff auf reine Dampfschiffe zog sich dann über einen längeren Zeitraum hin. Erst 1889 lief mit der Teutonic (ein Schiff der White-Star-Line) das erste Schiff ohne Segel und nur mit Dampf betrieben vom Stapel.

Die Reisezeit verkürzte sich damit auf etwa eine Woche und das unabhängig von Wind und Wetter und man konnte endlich feste Fahrpläne erstellen, da man jetzt sicher wusste, wann ein Schiff ein- bzw. auslaufen würde.

Doch zurück zu den Passagierlisten und den Schiffsbildern: Leider gibt es nicht für alle Schiffe und alle Jahre noch Passagierlisten. Dies hat zum Beispiel mit der Vernichtung der Listen im 2. Weltkrieg zu tun (Beispiel: die Bremer Passagierlisten). Aber es gibt ja zum Beispiel für die USA die Ankunftslisten und es lässt sich ersehen, mit welchem Schiff Passagiere gefahren sind.

Wieder mal „versappelt“, es sollte eigentlich noch etwas über die kommen, aber das verschiebe ich mal auf den nächsten Beitrag.

Allen Lesern wünsche ich ein schönes und vor allem sonniges Wochenende,
Ihre
Andrea Bentschneider

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