Stände…

Eigentlich wollte ich heute etwas über die Stände berichten, also die Ständeordnung (Adel, Klerus, Bürgertum) und wer aus welchen Ständen ausgewandert ist und warum.

Aber die aktuellen Ereignisse haben das Thema auf einen späteren Zeitpunkt verdrängt, obwohl es um Stände in diesem Bericht auch geht.

Am letzten Samstag, 23. Juni 2007 hat die Genealogische Gesellschaft Hamburg e.V. die 7. Norddeutsche Computergenealogie-Börse in Hamburg-Eimsbüttel ausgerichtet.

Meist finden ja nur Insider den Weg zu Veranstaltungen dieser Art. Aber diesmal hat die Presse darüber berichtet. Natürlich auch das Hamburger Abendblatt

Ich habe vermutet, dass neben vielen Kollegen und –innen auch viele Interessierte oder Ahnenforscher-Light wie Schatzi immer sagt, den Weg dorthin finden werden. Also gut gefrühstückt und um 11.00 Uhr auf den Weg gemacht. Da ich zum ersten Mal auf diese Veranstaltung gehe, bin ich frei nach Rudi Carrells Motto „Lass Dich überraschen“ hingefahren. Okay, das Parkplatzangebot ist in Hamburg natürlich dürftig, aber der Veranstaltungsort war so gewählt, dass man ihn sehr leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen konnte.

Erster Eindruck: Wow, unter den Ausstellern ist ja auch alles vertreten, was Rang und Namen in Sachen Ahnenforschung in (Nord-)Deutschland hat: Ob nun die regionalen genealogischen Vereine Hamburgs, Niedersachsens, Mecklenburg-Vorpommerns, Schleswig-Holsteins, Bremens, Osnabrücks oder Pommerns, um nur einige zu nennen, aber auch Stadtteilgeschichtswerkstätten, Verlage, Fachliteratur- und Softwareanbieter, Heraldik- also Wappenexperten haben ihre Angebotspaletten eindrucksvoll vorgestellt und angeboten.

Links zu den einzelnen Anbietern finden Sie hier.

Die Firma Ancestry.de und der Verein für Computergenealogie machten mit Ihren Ständen dem Namen der Veranstaltung alle Ehre: beide präsentierten ihre Angebotspalette und standen mit Experten den Besuchern mit Rat und Tat zur Verfügung.

Die Fotos sind vom Beginn der Veranstaltung, leider hat die Technik, in diesem Fall die Batterien meiner Kamera später den Geist aufgegeben. Wie ich später von Schatzi erfuhr, hat er sich meine Ersatzbatterien für seine Computer-Maus unter den Nagel gerissen. Also einfach die Vorstellungskraft bemühen und die Personen auf den Bildern mal 10 nehmen.

Wer oder was fehlte war meiner Meinung nach leider das Auswanderermuseum Bremerhaven. Schon merkwürdig, denn selbst das Auswanderer Museum Ballinstadt, welches wegen der in 11 Tagen anstehenden Eröffnung noch im Vollstress stecken dürfte, war bereits vertreten.


Mein Fazit:
Diese Messen sind für mich nicht nur dafür da, dass ich mir neue Bücher für meine Fachbibliothek zulege, sondern auch mal die Personen der einzelnen Vereine und Firmen persönlich kennen lerne. Endlich lernt man die Gesichter zu Namen und E-Mail Adressen auf Mailinglisten kennen. Man hat Zeit, ungestört mit dem bzw. der Einen oder Anderen zu reden, sich über neue Funde, versprochene Forschungsunterstützung, neue Projekte, usw. auszutauschen. Da man als Ahnenforscher ja meist eher ein „Alleinkämpfer“ ist, empfinde ich es als angenehm, bei solchen Gelegenheiten tolle und interessante Menschen zu treffen. Die Fachsimpeleien mit anderen Forschern und Interessierten ist für mich immer spannend und eine wertvolle Randerscheinung solcher Veranstaltungen.

PS: Ich danke den Organisatoren für eine gelungene Veranstaltung. Ich habe gehört, dass die 8. Computergenealogiebörse im nächsten Jahr wohl am 17. Mai 2008 stattfinden soll. Dann werde ich wohl u. U. in den Flitterwochen sein, möchte aber allen Anderen die Teilnahme sehr ans Herz legen.

PPS: Wie versprochen grüße ich hier Peter, Klaus und Gabi, diese jungen Leute waren so Anfang 30, haben gerade erst mit Ahnenforschung begonnen, und das ältere Ehepaar, mit denen ich mich fast 30 Minuten unterhalten habe.

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