Mer losse d´r Dom in Kölle

Wenn der Dom so aussehen würde, wären sicherlich genug Steuergelder vorhanden und ein Haufen Freiwilliger vor Ort, um das Wahrzeichen der Stadt wieder in den Originalzustand zuversetzen.

Aber die Katastrophe des Archiveinsturzes betrifft ja „nur“ alte Dokumente…

Daher ist Eigeninitiative gefragt. Einer Forscherkollegin aus München verdanke ich folgende veränderte und aktualisierte (!) Information, die ich hier gerneweitergeben möchte:

Genaue und jeweils aktuelle Hinweise auf Möglichkeiten der Unterstützung bei der Rettung der Archivalien finden sich auf diesen beiden Webseiten:

www.koelner-stadtarchiv.de sowie http://archiv.twoday.net/stories/5566219/

1 Kommentar zu “Mer losse d´r Dom in Kölle”

  1. Sabine Schleichert sagt:

    Nachdem ich diese Woche vier Schichten im Erstversorgungszentrum absolviert habe, kann ich nur sagen: Bitte helft mit, es werden Leute noch über Monate gebraucht!

    Einerseits ist zwar furchtbar viel zerstört oder, für die Benutzbarkeit fast genauso schlimm, aus jeglichem Zusammenhang gerissen, aber andererseits ist es höchst erstaunlich, wieviel Material fast unbeschadet oder zumindest noch lesbar aus den Trümmern geborgen wurde und noch wird. Das Stadtarchiv Köln ist NICHT verloren, aber je mehr Zeit bei der Bergung vergeht, desto größer werden die Schäden an den noch ungeborgenen Archivalien.

    Wir selbst werden möglicherweise nicht mehr von der Rettungsaktion profitieren, denn bis das Archiv wieder benutzbar sein wird, wird sehr viel Zeit vergehen. Aber gerade den Benutzern der Archive sollte bewusst sein, dass es sich bei diesen Institutionen um das historische Gedächtnis unserer Gesellschaft handelt. Gehen die Archive verloren, leidet die Gesellschaft unter kollektiver Amnesie und Identitätsverlust.

    Umso mehr sollten wir als Archivbenutzer nach unseren Möglichkeiten dazu beitragen, dass dieses Gedächtnis erhalten bleibt. In Köln werden im Moment vor allem Hände gebraucht. Eine gewisse Achtsamkeit alten Papieren gegenber ist zweifellos erforderlich, aber es braucht nicht zwingend Fachkenntnisse in Restaurierung oder als Archivar. Und Hände können viele von uns zur Verfügung stellen.

    Ein aktueller und ziemlich treffender Bericht findet sich hier:
    http://www.faz.net/s/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632/Doc~E4E974E4A18E64D3BBA9CA02318728078~ATpl~Ecommon~Sspezial.html?rss_googlefeed

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