Kennen Sie das?

Man hat sich von Freund oder Freundin getrennt – dann sieht man nur verliebte Paare. Man kauft sich eine rotes Auto und schwupps sieht man nur noch rote Autos auf der Strasse fahren. Ähnlich geht es mir mittlerweile mit den Schauspielern Christine Neubauer und . Nachdem ich einst die für beide machen durfte sehe ich beide ständig im Fernsehen… Gestern bin ich beim zappen irgendwo Frau Neubauer wieder begegnet, die ein Interview über ihr Familienleben gab und was sehe ich heute morgen in der Zeitung, als ich in Ruhe frühstücke?

Ja, ich lese Zeitung beim Frühstücken, aber ich unterhalte mich auch mit Schatzi und er spricht nicht nur mit der Zeitung, ich sehe ihn auch ab und zu mal an. Aber immer noch besser als Männer, die auf dem WC Zeitung lesen oder mit ihren I- Phones oder was auch immer spielen. Laut aktueller Statistik verbringen Männer mehr als 6 Monate ihres Lebens sitzenderweise auf dem Lokus… das wollte ich jetzt doch gar nicht erzählen…

Naja, jedenfalls zeigt der WDR heute um 20.15 Uhr die Sendung „“ mit Armin Rohde. Also für alle, die im vor einem Jahr diese Sendung in der ARD verpasst haben sollten…

PS: Es folgt ein langes PS!

Dem englischem Erfinder Alexander Cummings haben die Männer das WC (Wasserklosett) zu verdanken. Dieser meldete seine Erfindung 1775 zum Patent an. Die eigentliche Ehre der Erfinder desselbigen zu sein, steht aber seinem Landsmann Sir John Harington zu, der bereits im Jahre 1596 das erste WC für seine Königin Elisabeth I. erfand. In den alten Ritterfilmen sieht man zwar stets Burgen und Schlösser, aber das WC sieht man nie. Man setzte sich damals in einen Erker (Abtritterker) und lies durch ein Loch seine Notdurft in den Burggraben fallen. Allerdings lachten die Engländer über diese neue Errungenschaft, trieben Ihre Scherze und erst 200 Jahre später wurde sie dann zum Patent angemeldet.

Doch zurück zu den Ursprüngen: Abortanlagen hat man bereits im alten Mesopotamien um 2800 v. Chr. gekannt. In den Städten des Altertums mündeten die Abflüsse in die großen Abwasserkanäle, den so genannten Kloaken. Die bekannteste war die Cloaka Maxima in Rom. Während hier die alten Germanen noch hinter einem Busch verschwanden, kannte man im alten Rom bereits die Vorzüge dieser Abflüsse.

Viele der bei uns aufgetretenen Seuchen (zuletzt noch die Cholera 1892 in Hamburg) hätten durch ein funktionierendes Abwassersystem vermieden werden können. Es war durchaus normal, dass man sich einfach auf die Strasse setzte, wenn man mal musste. In den Häusern gab es Eimer über die man sich hockte. Das Ergebnis wurde dann sofort aus dem Fenster auf die Strasse gekippt. Der Gestank muss abartig gewesen sein. Wenn die feineren Herrschaften unterwegs waren, haben diese sich natürlich nicht einfach so hingehockt. Sie hatten entweder ihre eigenen Abtrittanbieter (dies waren zumeist Frauen mit einem großem und weitem Mantel und einem Eimer in der Hand) dabei, wo die Herrschaften sich dann im Schutze des Mantels erleichterten.  Und da beschweren sich manche Leute heutzutage über ihren miesen Job. Diese Abtrittsanbieter haben die Ergebnisse gesammelt und dann zu den Gerbern der Stadt oder des Dorfes gebracht und dafür Geld bekommen, daher kommt übrigens auch die Redensart „Scheiße zu Geld machen“.

Die Gerber brauchten diese Produkte dringend. Die festen Bestandteile wurden weggeschüttet, denn die Gerber benötigten nur den Urin als Gerbstoff, um aus den rohen Tierhäuten Leder herzustellen.

Nach Deutschland kam das WC als Importidee aus England. 1820 lies sich Elisabeth, die Tochter des englischen Königs Georg III. und die Ehefrau des Landgrafen Friedrich Josef VI. im gemeinsamen Schloss in Homburg ein solches Wasserkloset installieren.

PPS: Und keine Angst wenn Sie mal wieder Ihr WC säubern, Ihnen wird kaum etwas passieren, denn Papst Julius I. gilt als Schutzpatron der Latrinenreiniger.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende

Ihre Andrea Bentschneider

2 Kommentare zu “Kennen Sie das?”

  1. Christian sagt:

    Ich war so frei, über dieses Blog hier zu schreiben:

    http://www.ormus.info/archives/304-Ein-fuer-Blogs.html

  2. Blog über Ahnenforschung und Genealogie » Blog Archiv » Was machen Sie beruflich? sagt:

    […] Ihnen nichts? Na dann lesen Sie hier mal […]

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