Es war einmal…

Wenn wir heute etwas erfahren wollen surfen wir durchs Internet oder schalten den Fernseher ein. Aber gehen wir mal etwas in der Zeit zurück: Ich habe immer noch „Die Waltons“ vor Augen, wo die gesamte Familie nach dem samstäglichen Abendessen vor dem saß und gebannt lauschte. Das war und blieb lange, neben den Zeitungen natürlich, die einzige Möglichkeit, etwas von der Welt zu erfahren. Sicherlich hat jeder schon einmal von dem Hörspiel „Krieg der Welten“(einem Angriff von Außerirdischen auf die Erde) von Orson Welles gehört,  das am Halloween Abend des Jahres 1938 ausgestrahlt wurde und an der Ostküste der USA eine Massenpanik ausgelöst hat.

Was im Radio lief wurde für echt und der Wahrheit entsprechend gehalten. Bevor das Radio erfunden wurde und sich in den Haushalten weltweit ausbreitete, gab es nur Zeitungen und Bücher. Da nicht jeder Lesen konnte, hatte jeder Haushalt zumindest ein Buch, nämlich die , die dann oft über Generationen weitergereicht wurde. Noch heute gibt es viele Familien in den USA die eine Familienbibel haben, die schon von dem ausgewanderten Vorfahren seinerzeit aus Deutschland mitgebracht wurde.

Ansonsten waren Bücher teuer und wurden nach dem Lesen an Familienmitglieder und Freunde weitergegeben. Bestsellerlisten gab es damals verständlicherweise nicht. Aber es gab durchaus Bücher, die auf diesen nichtvorhandenen Listen ganz weit oben gestanden hätten.

Eines dieser Bücher war das von dem Arzt Dr. Gottfried Duden 1829 erschienene Buch mit dem kurzen und knappen Titel: „Bericht über eine Reise nach den westlichen Staaten Nordamerikas und einen mehrjährigen Aufenthalt am Missouri in den Jahren 1824 bis 1827“.

Duden wanderte im Jahr 1824 in die USA aus und erwarb nahe dem Zusammenfluss vom Missouri und Mississippi ein großes Stück Land. 1827 kam er nach Deutschland zurück (wieso weiß ich leider nicht) und fasste seine, während des Amerika-Aufenthalts an die Familie und Freunde geschriebenen Briefe, zu eben jenem Buch zusammen.

Das Buch kann man sich auf dieser Internetseite komplett ansehen.


In diesem Buch lobt er die USA über den grünen Klee und schildert seine gemachten Erfahrungen nur positiv. Im der englischen Übersetzung des Buches heißt es denn auch „…ein Meisterwerk der Propagandaliteratur…Er glorifizierte den Alltag des Pionier-Lebens“.

Das Buch ging hier in seiner Heimat weg wie warme Semmeln und gilt als einer der Gründe für die um 1830 einsetzende massenhafte deutsche Auswanderungsbewegung in die USA.

2 Kommentare zu “Es war einmal…”

  1. Anna Walker sagt:

    On the glorification of coming to the United States by Dr. Duden, perhaps the same thing happened in the 1860’s, as I have a letter from a realtive in Buel dated 17th July, 1862, in which the relatives refers to the 2000 „bath guest“ from May to September at the health resort. (It appears that life there was going very well.)
    He goes on to say that „The daughter, Anna Maria of dead brother, Hinrich, with her husband, are thinking about moving to Amerika. Her husband is a good tailor.“ He then further states „it would be easier if they would know the real truth about Amerika. You write that it is very good and well in Amerika, even better than Gernamy. From others we hear the contrary, that it is not so good. And to change safety for unsaftey would be done stupidly. So please write us the real truth. In regard to your letter we will make a resolution whether they both will move or not.“

    It is signed Your Brother-in-law, Brother and Uncle. Franz Joseph Monjoye, Buel, district Ahrweller, administr. Dist. Koblenz, Prussia.

    The closing of the letter is very formal for our day and age, but has proven to be a treasure for those of us who are researching the family.

    Then there is a letter from November 1862 from Neiderhackenbach (translator was not sure about the name of the town) and this side of the family talks about how bad things are in Germany. He is asking his brother, Peter, in the States to make the other brother in Germany pay his debt to the writer, after all it has be 16-17 years since he loaned him the money. The crops are bad and two young children have died—-(was not a pleasant time for the Schaut side of the family.)

    The relatives in America had come in 1847 and settled in Wisconsin, so one would assume they found their new surroundings satisfactory.

    Thank you Anna

  2. Randy Cicerchia sagt:

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