Wir warten…

denn ein Schiff wird kommen, keine Angst es geht nicht um Freddy Quinn…

…sondern um Auswanderung.

Naja, eigentlich ist nicht nur ein Schiff gefahren, sondern eher hunderte, denn schließlich sind bis 1914 etwa 7 Millionen Deutsche (das sind etwa 2-mal die gesamten Einwohner Berlins) ausgewandet.


Es gibt zwar bereits diverse deutsche und Englischsprachige Bücher zu diesem Thema, aber nun ist endlich mal ein erschienen welches so ziemlich alles zusammenfasst was die Auswanderung betraf. Die Themen:
Warum sind die Menschen ausgewandert
Was passierte während einer Überfahrt
und vor allem „Was passierte dann in den USA“ werden  beschrieben. Der Autor Bernd Brunner erklärt auch sehr anschaulich, wie dann die Beziehungen der Deutschen zu den Schwarzen oder politisch korrekt Afro-Amerikanern, Chinesen und Indianer war und welche Rolle sie in der Sklavenhaltung spielten. Ach ja, erwähnt wird auch der große Krieg, Goldrausch usw. und Bilder hat es natürlich auch. Bis dato wurden die im Buch genannten Themen zwar ein Einzelnen Werken beschrieben, aber  alles in einem Buch zusammengefasst… Hut ab!

Es ist zwar ein Sachbuch, aber Herr Brunner hat es geschafft die Themen so zu beschreiben, dass man geneigt ist, es in einem Stück durchzulesen und man sich dann auf Seite 253 ärgert, weil das das Buch schon zu Ende ist. Schatzi hat es jedenfalls in zwei Tagen gelesen. Äußerst lesenswert auch für die Ahnenforscher deren Vorfahren nicht ausgewandert sind, da zum Beispiel die Situation in Deutschland geschildert wird, welche zur Auswanderung führte.

Dran denken: Bald ist Weihnachten!!!

Das Buch ist im Verlag C.H. Beck erschienen, hat die ISBN 978-3-406-59184-6 und kostet Euro 12,95

PS: Der Verlag war so nett mir 3 Exemplare zur Verfügung zu stellen, die ich nun verlose.
Also die ersten 3 Leser die mir eine Mail an info@abenteuer-ahnenforschung.de senden bekommen dann ein Exemplar von mir zugeschickt.

Ich habe vor dem Lesen mit Herrn Brunner telefoniert und bereits angedroht, dass ich sicherlich nach dem Lesen einigen Fragen haben werde und ich gerne ein Interview mit ihm führen würde. Pustekuchen, brauche ich gar nicht, denn die Standardfrage „Wo haben Sie überall recherchiert?“ wird am Ende des Buches beantwortet, zusätzlich gibt es Informationen und Adressen wenn Sie selber forschen möchten.
Das Einzige was nicht erwähnt wurde ist, wie lange man an so einem Werk sitzt. Also von der Idee bis zum fertigem Buch. Nach einem kurzen Telefonat hat sich diese Frage auch geklärt. Herr Brunner hat etwa ein Jahr an dem Buch gearbeitet.
Ich hätte mir meinen Text ja eigentlich sparen können, denn es gibt ja von den Verlagen die so genannten Waschzettel mit Informationen zum Buch, also falls ich etwas vergessen haben sollte, hier nun die offizielle Kurzinfo:

Die Deutschen in der „Neuen Welt“
Die USA wurden weit ins 20. Jahrhundert hinein von deutschen Auswanderern geprägt. Man schätzt, dass etwa ein Sechstel der heutigen US-Bevölkerung deutsche Vorfahren hat. Die Auswanderung begann mit einzelnen, sektiererisch geprägten Gruppen im 17. Jahrhundert und setzte sich dann in Schüben fort bis zum Beginn der Massenauswanderung im 19. Jahrhundert. Bis 1914 verließen rund sieben Millionen Deutsche ihre Heimat in Richtung USA.

Dieses Buch schildert, warum Deutsche ihr Land verließen, wie sie aufgenommen wurden in der „Neuen Welt“ und wie sie sich dort organisierten. Dabei werden eine Reihe von besonders interessanten Aspekten berücksichtigt, zum Beispiel die Situation deutsch-jüdischer im 19. Jahrhundert, der Kontakt der deutschen mit verschiedenen ethnischen Gruppen wie Indianern, Schwarzen und Chinesen und ihre Rolle bei der Sklavenhaltung im amerikanischen Süden. Etwa 15 Kurzporträts von prominenten Auswanderern, eine Kurzchronik und Tipps für eigene Familien-Recherchen runden den Band ab.

Also viel Spaß bei der Lektüre.

3 Kommentare zu “Wir warten…”

  1. Edeltraud Fandry sagt:

    Frage wie bekomme ich das buch in die USA wohne in Columbia SC?

  2. Edeltraud Fandry sagt:

    Noch habe ich es nicht gelesen.

  3. Andrea Bentschneider sagt:

    Hallo Frau Fandry,

    ich habe soeben mit dem Verlag in München telefoniert.

    Die Aussage war folgende: Sie mögen es über zum Beispiel Amazon versuchen oder direkt über die Internetseite des Verlages. http://www.chbeck.de

    Laut Aussage der Dame, ist ein Versand in die USA möglich.

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