Advent, Advent ein Lichtlein brennt.

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann fünf, dann sechs, dann sieben…

Stopp mal eben… Wie weit zähle ich denn hier? Also wir waren heute Früh zum „1.-Wir haben ein Baby- kommt doch zum Frühstück“ eingeladen. Freunde von Schatzi und meiner Wenigkeit haben am 20. November eine Tochter bekommen und wir sollten doch mal den Stolz der Familie bewundern.

Gesagt-getan. Während Franziska und ich uns eine ganze Weile den kleinen Fratz angesehen haben, war Schatzi nur kurz bei der kleinen Anna Paulina und hat sich dann mit Frank auf den Balkon zurückgezogen um eine zu rauchen. Da die Lütte am schlafen war, haben wir es uns dann am Adventsfrühstückstisch gemütlich gemacht. Frank ist ähnlich wie Schatzi ein Klugscheisser, bei Brötchen und Kaffee kam dann zwischen den beiden die Diskussion auf wie viele Kerzen auf einen richtigen Adventskranz gehören. „Man ihr beiden“, kam es unisono aus den Mündern von Franziska und mir, „vier Kerzen, ist doch logisch“. Klar, sind ja auch vier Sonntage bis zum 24. Dezember. Frank war der Meinung, es seien ursprünglich mal 24 Stück gewesen. Schatzi meinte es hängt von der Anzahl der Tage ab dem 1. Advent bis zum 24. Dezember ab. Also im Internet nachsehen, tja und da fing der Stress dann an. Keine Internetverbindung. Während wir zwei Mädels wirklich gemütlich bei einer brennenden Kerze gefrühstückt haben, waren die Jungs nun voll beschäftigt. Irgendwann lief dann der PC wieder (wahrscheinlich war nur der Strom nicht eingeschaltet…) und die beiden konnten berichten wie viele Kerzen nun auf den Adventskranz gehören.

Also der Adventskranz wurde in Hamburg erfunden (tja wir Hamburger…). Johann Hinrich Wichern konnte im Jahr 1833 reiche Hamburger Politiker und Kaufleute davon überzeugen, dass den armen und verwaisten Kindern der Stadt geholfen werden müsse. Mit dem erhaltenem Geld gründete er ein „Rettungsdorf vor den Toren der Stadt“, wie er es nannte. Die im Dezember regelmäßigen Fragen der Kinder, wann den endlich Weihnachten sei sind im wohl irgendwann auf den Wecker gegangen und er hat den Adventskranz erfunden. Für alle Tage ab dem 1. Advent stellte er eine kleine Kerze auf ein Wagenrad und für jeden Sonntag eine große. Nun wurde an jedem Tag eine Kerze angezündet und die Kinder konnten nun selber die Anzahl der Tage bis zum 24. Dezember abzählen.

Auf unsere Frage wo man den bitte so ein Monstrum aufstellen solle, wurde dann auch von den Herren ins Brötchen gebissen, denn mit vollem Munde spricht mann (!) ja nicht.


In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen 1. Advent, egal wie viele Kerzen auf Ihrem Kranz brennen.

PS: Wir haben 4 Kerzen und Schatzi wird auch im nächsten Jahr kein Wagenrad mit mehr als 20 Kerzen basteln… Hoffe ich jedenfalls.

PPS: Und liebe Männer: In 25 Tage ist bereits der 24.12., also rechtzeitig an Geschenke denken.

1 Kommentar zu “Advent, Advent ein Lichtlein brennt.”

  1. Blog über Ahnenforschung und Genealogie » Blog Archiv » So nicht… sagt:

    […] waren also mit meinen Schwiegereltern und Frank und Franziska (siehe Beitrag) auf dem […]

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