Die Jacke hat aber lange Ärmel!!!

Ich habe im letzen Monat über den Link auf meine Homepage eine Frage einer Blog-Leserin erhalten, und da ich auf diese bereits mehrmals angesprochen wurde, nun ein Beitrag darüber.

Im Hamburger Telefonbuch sind etwa 420 Psychologie- und mehr als 500 Einträge zu dem Bereich Psychotherapie vorhanden.
In der heutigen Zeit ist es ja auch logisch: Stress und Hektik, der Druck auf der Arbeit oder die Suche nach derselbigen, da kann man professionelle Hilfe gebrauchen. Und wenn man sich die Studien zu den Krankmeldungen in Deutschland ansieht sind viele der Krankmeldungen so genannte „ mentale Erkrankungen“.

Nachdem auch Prominente zugeben, dass sie unter „Burn-out Syndrom“ leiden, ist das Problem dieser Erkrankungen aus seinem Schattendasein getreten.
Gott sei Dank, denn es ist halt eine Krankheit wie jede andere und kann von Ärzten behandelt werden. Die Polizei, Feuerwehr bietet ihren Mitarbeitern Betreuung an, ebenso verhält es sich nach persönlichen Katastrophen. Ein „Seelendocktor“ ist vorhanden und hilft.

Daher sind uns Begriffe wie Alzheimer, Depressionen, Angstzustände, Altersdemenz nicht mehr fremd.

Aber gehen wir einfach einmal 150 oder 200 Jahre zurück, wer außerhalb der Grenzen der Vernunft, der Arbeit und des Anstandes stand, wurde aus der normalen Gesellschaft verbannt.

Hierbei machte es auch keinen Unterschied, ob die Personen erkrankt waren oder einfach nur Vagabunden, politisch Auffällige, Dirnen, mit „Lustseuchen“ Behaftete oder Verbrecher waren.

Alle wurden zusammen mit Sträflingen in einen gemeinsamen Raum gesperrt.
Die Erkrankten wurden unter erbärmlichen zuständen gehalten. Sie erhielten nur unzureichend Nahrung und Wasser, waren angekettet, wurden geschlagen und gequält.

Mit Folterwerkzeugen versuchte man, sie „zur Vernunft zu bringen“ oder ruhig zu stellen. Es konnte also durchaus sein, dass wenn man im Alter etwas tüddelig im Kopf wurde, sofort in ein Tollhaus (dem Vorläufer der Irrenanstalt) kam.

Daher rührt auch heute noch der Spruch „Hier geht es ja zu wie im Tollhaus“.

Es kann also durchaus sein, dass einer Ihrer Vorfahren „nur“ tüddelig im Kopf war und trotzdem in der Irrenanstalt landete. Habe gerade so einen Fall gehabt, wo sich herausgestellt hat, dass die Dame unter Altersdemenz litt, aber von Amtswegen für verrückt erklärt wurde.

Die Jacke mit den langen Ärmeln (also die ) hat Dr. B. Rush erfunden. Neben der Tatsache, dass er die US Unabhängigkeitserklärung mit unterzeichnet hat, gilt er in den USA als „Vater der “.

OK, eine „Macke“ hatte er wohl auch, denn er war der Meinung schwarz zu sein.  Und dies sei die Krankheit „Negroidismus“, aber er ja geheilt sei, da sich seine Haut weiß färbe.

Das einzig positive daran, war seine Schlussfolgerung:

„Das Weiße nicht die Schwarzen tyrannisieren sollten, ihrer Krankheit wegen sollten sie eine doppelte Portion Humanität erhalten. Trotzdem sollten sich Weiße nicht mit ihnen vermählen, weil sich sonst die Nachkommenschaft mit der Krankheit infiziert würde … es müssen Versuche unternommen werden, diese Krankheit zu heilen.“

Also war doch krank und auf dem Wege der Genesung.

🙂

Ihre Andrea Bentschneider

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