Mehr Geld für Archive?

Wie es scheint, hat man (die Behörden) nun entdeckt, dass es immer mehr von uns Ahnen- und Familienforschern gibt.

Wird ja auch langsam Zeit, denn allein hier in Deutschland gehen so etwa 2 – 5 Millionen Menschen diesem spannenden Hobby nach.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass immer mehr Städte und Gemeinden…

tatsächlich mal wieder Geld für ausgeben bzw. mehr Gelder zur Verfügung stellen. Aber auch Clubs und Vereine erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit und beziehen zum Teil neue und größere Räumlichkeiten.

Als Beispiel…:

Das Altonaer Stadtarchiv e.V. ist aus der Grundschule Königsstraße in ein Gebäude an der Behringstraße umgezogen. Dieser Standort dient jedoch auch nur als Übergangslösung, bis eine als neues Stadtarchiv geplante Immobilie in der Max-Brauer-Allee vollständig renoviert ist. Die dortigen Räumlichkeiten können nach momentanem Stand erst Ende Sommer bezogen werden, da es bei den Sanierungsarbeiten zu Verzögerungen gekommen ist.

Nach Auskunft des Dezernates Steuerung und Service der Stadt Hamburg ist hierfür nicht nur das knappe Budget von 77.000 €, sondern auch interne Probleme bei dem mit der Renovierung beauftragten Beschäftigungsträger verantwortlich. In der Max-Brauer-Allee soll das Stadtarchiv auf 150 qm Nutzfläche nach zahlreichen Umzügen in den vergangenen Jahren endlich eine dauerhafte Bleibe finden. Doch auch diese Räumlichkeiten reichen nach Ansicht von Wolfgang Vacano, dem Vorsitzenden des Altonaer Archivs, nicht aus. Seines Erachtens wäre es sinnvoll, vor Ort weitere Flächen anzumieten, ein entsprechender Antrag wurde bereits auf einer Sitzung des Kulturausschusses ohne abschließendes Ergebnis beraten.

Das Altonaer Stadtarchiv e.V. verfügt derzeit über einen Archivbestand von mehr als 180.000 elektronisch erfassten Dokumenten. Diese können bei uns im an den Computerarbeitsplätzen recherchiert und eingesehen werden. Das Altonaer Stadtarchiv e.V. dokumentiert auch die eigene Entwicklung. Entstanden sind so im Laufe der Jahre einige Broschüren, die Aufschluss geben über die Wege und Umwege, die beschritten wurden, um das Altonaer Stadtarchiv e.V. dorthin zu bringen wo es heute steht. Vergnügliche Anekdoten oder auch Nachdenkliches, Stadtteilgeschichte vermischt mit Privatem, all dies, ergänzt um reizvolles Fotomaterial, bildet den Inhalt von bislang fünf Broschüren, die Interessierten zum kostenlosen Download bereit stehen.

Tja, man kann nur hoffen, dass sich der Trend weiter durchsetzt und man endlich erkennt welches Kulturgut sich hinter unseren Forschungen verbirgt und das dieses weiterhin geschützt werden muss.

Ihre Andrea Bentschneider

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