Daguerreotypie

Oh Gott, gehen Sie bloß schnell zum Arzt!!!

🙂

Nein, es handelt sich hierbei nicht um eine Krankheit, sondern um ein Fotografie-Verfahren des 19. Jahrhunderts.

Hübsch anzusehen gell? Doch wenn man sich das Bild genauer betrachtet muss man doch ein wenig schmunzeln!

Die Personen sehen aus, als wenn jemand gestorben ist. Lächeln? Nein, das galt damals als unschicklich. Auch wenn das Foto im Gegensatz zu vielen anderen aus der damaligen Zeit wie eine Momentaufnahme aussieht, ist es doch komplett gestellt.

Ich möchte nur sagen: Der arme Tisch und die vielen Flecken.

Mädel hinsehen wenn Du etwas einschenkst!!

Also komplett gestellt das Foto. Aber warum lasse ich mich gerade über dieses Foto aus, welches ich übrigens auf Wikipedia gefunden habe?

Ganz einfach: Es ist nämlich eines von Johanna Biow, Experten sicherlich besser bekannt unter: Jenny Bossard-Biow.

Ihre Fotos erzielen heute auf Auktionen locker um die € 10.000.

Johanna war wahrscheinlich die erste Frau in Deutschland die das Handwerk der Fotografie (Daguerreotypie) erlernte. Ihr Bruder hat sie ab 1844 in der Kunst untterrichtet und dann hat sie ab 1848 das Fotostudio ihres Bruder in übernommen. Sie war also nicht nur ausgebildete Fotografin, sondern auch Geschäftsinhaberin, was zum damaligen Zeitpunkt doch eher selten anzutreffen war.

Ähh was wollte ich sagen? Ach ja!

Es ist gerade ein historischer Roman auf den Markt gekommen, der Johanna als Hauptperson beinhaltet.

Inhaltsangabe:

Als Tochter eines renommierten jüdischen Malers wächst Jenny Biow im Breslau des 19. Jahrhunderts auf. Die Erwartungen ihrer Familie stehen ihrem Traum von einem Leben als Künstlerin im Weg. Einzig ihr Bruder Hermann bestärkt ihre Leidenschaft. Als er sie zu sich nach Hamburg holt, löst sich das Korsett aus Regeln und Geboten. Nach anfänglicher Skepsis lässt Hermann – überzeugt von Jennys Phantasie, ihrem Tatendrang und Geschäftssinn – sie an seinen Lichtbildexperimenten teilhaben. Schon bald gehört Hermanns Atelier zu den ersten Adressen Hamburgs. Sensationelle Aufnahmen machen es zu einer Attraktion. Bis ein wohlhabender Auftraggeber der Geschwister tot aufgefunden wird. Es bleibt nicht bei diesem Todesfall: Plötzlich kommen weitere Personen, die sich von den Biows haben ablichten lassen, unter mysteriösen Umständen ums Leben…

Eine packende Kriminalgeschichte um die frühen Pioniere der Fotografie.

Erschienen ist das Werk am 1. Oktober 2011

496 Seiten

ISBN: 978-3-499-25590-8

für €  9,99 im Buchhandel zu erwerben.

€ (AT) 10,30 / sFr 14,90 (für die Leser in Österreich und in der Schweiz die sich über deren Preise Beschwert haben)

Ach ja: Der Autor hat sich im Nachwort über die damalige Zeit und seine Hauptfiguren geäußert.

Nachwort_Dieckmann_Herrin_über_Licht_und_Schatten

Ihre Andrea Bentschneider

PS: LESENSWERT!!!

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