Hitlerjugend

Früh übt sich was ein guter Nazi werden will!

Naja, könnte man heute sagen, man musste da ja nicht mitmachen. Stimmt leider nur zum Teil, denn mit dem am 1. Dezember 1936 erlassenen „Gesetz über die “ wurden alle Jugendlichen des Deutschen Reichs zur Mitgliedschaft in oder (BDM) zwangsverpflichtet. So erklärt sich auch die hohe Zahl von 98% aller „Kinder“ die der angehörten. Dieses Gesetz oder wie man es damals nannte „Jugenddienstpflicht“ sagte aus, dass alle Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren Mitglied sein mussten.

Zum anderen herrschte natürlich eine gewisse Art Gruppenzwang. Wenn 2/3 der Klassenkameraden in den „tollen“ Uniformen waren, wolltest Du natürlich nicht außen vor sein. Geschickt!

Was war aber das Ziel der HJ?

Führerprinzip! Mit anderem Worten im Mittelpunkt stand die körperliche und ideologische Schulung.
Neben „politischer“ und „rassenideologischer“ Bildung wurde viel im Freien unternommen. Wanderungen bzw. eher Märsche und körperliche Ertüchtigungen.

Zweck: Vorbereitung auf den Kriegsdienst! Nach Kriegsausbruch diente die HJ anfänglich soziale, polizeiliche und militärische Hilfsdienste. Im Verlauf des Krieges wurden die dann als Flakhelfer eingesetzt und zum Ende dann regelrecht verheizt, denn  alle „waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren“ wurden aufgerufen, um den „Heimatboden“ des Deutschen Reiches zu verteidigen, „bis ein die Zukunft Deutschlands und seiner Verbündeten und damit Europas sichernder Frieden gewährleistet ist“ propagandierte man am 25. September 1944.

Nicht zu vergessen: Wir sprechen hier von Kindern!!!

Viele verbinden  die HJ immer mit Jungs, aber auch der Bund Deutscher Mädel war ein Bestandteil der HJ.

Das Ziel für die Mädels hat die BDM-Reichsreferentin Jutta Rüdiger 1939 wie folgt erklärt:

„Die Jungen werden zu politischen Soldaten und die Mädel zu starken und tapferen Frauen erzogen, die diesen politischen Soldaten Kameraden sein sollen – und unsere nationalsozialistische Weltanschauung später in ihrer Familie als Frauen und Mütter leben und gestalten – und so wieder großziehen eine Generation der Härte und des Stolzes. Wir wollen darum bewußt politische Mädel formen. Das bedeutet nicht: Frauen die später in Parlamenten debattieren und diskutieren, sondern Mädel und Frauen, die um die Lebensnotwendigkeiten des deutschen Volkes wissen und dementsprechend handeln.“

Sätze wie die folgenden lösen heute nur noch Kopfschütteln aus:

– „die Synthese von körperlicher und hauswirtschaftlicher Ertüchtigung“ in Verbindung mit der Aufgabe, den Zucht- und Auslesegedanken der gesamten weiblichen Jugend zu Bewußtsein zu bringen“

– Die „echte deutsche Maid“ habe „Hüterin der Reinheit des Blutes und des Volkes zu sein und Helden aus den Söhnen des Volkes zu erziehen.

Kurz zusammengefasst: Aus Jungs sollen Soldaten werden und aus Mädchen sich um den Nachwuchs kümmernde Frauen am Herd.

Andrea Bentschneider

 

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