Let the games begin…

Nun laufen sie also die Spiele, aber was ist nur aus der Olympischen Idee geworden, von wegen Fair Play und so. Ich habe neulich ein Bild einer bulgarischen Kugelstoßerin gesehen, die sah aus wie der Zwillingsbruder von Arnold Schwarzenegger. Gott sei Dank haben sich einige Regeln geändert. Früher traten die männlichen Sportler nackt an. Aber was ist aus den guten alten Disziplinen wie Tauziehen (zuletzt 1920) oder Seilklettern oder Tauhangeln (beide bis 1932) geworden?

Um in das olympische Programm aufgenommen zu werden, muss eine Sommersportart heute folgende Voraussetzungen erfüllen:

– Sie muss weit verbreitet sein: als Männersport in 75 Ländern und auf vier Kontinenten, als Frauensport in 40 Ländern und auf drei Kontinenten.

– Sie muss sich den Antidoping-Maßnahmen der Olympischen Bewegung unterwerfen.

– Sie darf nicht auf einen mechanischen Antrieb (z. B. einen Motor) angewiesen sein.

Aber klasse finde ich, das es bei Olympischen Spielen, egal ob nun im Sommer oder im Winter auch kleine Helden gibt, die nicht mal in die Nähe einer Medaille kommen und trotzdem die Größten sind: „Eddy the Eagle“, der durchgeknallte englische Skispringer, dessen Brillengläser die Stärke von Aschenbecherböden hatten und man bei jedem seiner Flüge um seine Gesundheit bangte.

Oder Eric „der Aal“ Moussambani, der Schwimmer, der bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney 2000 für die 100- Meter Freistil Strecke 112,72 Sekunden benötigte und damit mehr als 64 Sekunden über dem aktuellen Weltrekord lag. Die anderen beiden Konkurrenten fielen wegen Fehlstart aus und Eric schwamm alleine in seiner ganz speziellen Freistil Technik und kam völlig entkräftet ins Ziel. Danach wurde er von den australischen Zuschauern gefeiert, als wäre er gerade Olympiasieger geworden. Das war übrigens Landesrekord in seinem Heimatland Äquatorialguinea. Wissen Sie noch wer die später die Goldmedaille gewann? Eben! http://de.youtube.com/watch?v=3zjCc_VyxM4

Oder Derek Redmond der im 400m Lauf nach 100 Metern einen Krampf bekam und sich humpelt, unterstützt von seinem Vater ins Ziel humpelte?  http://de.youtube.com/watch?v=Nifq3Ke2Q30&feature=related

Oder das jamaikanische Bobteam bei den Winterspielen?

Das sind doch die waren Helden der Spiele, denn hier gilt wirklich noch die Devise „Dabei sein ist alles“.

Eigentlich wollte ich ja über den Olympischen Fackellauf erzählen, der tatsächlich erstmals bei den Spielen 1936 in Berlin stattfand. Dann wollte ich über Prominente schreiben, die an Spielen teilgenommen haben, wie z. B. Bud Spencer (ja der Dicke Partner von Terence Hill), Jonny Weismüller oder auch gekrönte Häupter wie der norwegische König oder Prinz Albert von Monaco. Und auch dass eigentlich ja nur Amateure antreten dürfen und heute aber durchaus Sportler wie unser Basketballprofi Dirk Nowitzki, der wohl ein paar Millionen Dollar pro Jahr verdient, antreten. Aber ich habe mich mit meinen Helden (die wirklich Amateure sind) verquatscht.

Übrigens: Die Titanic wurde von Profis gebaut- die Arche Noah von einem Amateur!

Hoffen wir auf friedliche Spiele und kleine, ganz große Helden.

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