6. Was mir Namensforscher Udolph zugeraunt hat


Der Vater meines Großvaters Eduard, ebenfalls Eduard, hatte im Spätherbst seines Lebens seine Haushälterin Anna Maria, eine geborene Metzen geheiratet. Am Ende des sechsten Kapitels meines Ahnenforschung-Buchs habe ich ein Telefonat wiedergegeben, das ich mit einer Mitarbeiterin des Namensforschers geführt hatte. So richtig weiter kamen wir bei der Deutung des Namens METZEN nicht:
Es könnte sich um eine Verkürzung der Vornamen Mechthild oder Matthias handeln. Es gäbe aber auch einen Ort Metzen in Bayern. Und ein Metz in Frankreich.

Ich hatte dann vor einigen Monaten die Möglichkeit gehabt, mit dem Guru Udolph persönlich zu sprechen. Er klärt mich auf, dass Metzen kein Berufsname oder Ortsname sei, sondern definitiv ein Vornamennamen Er komme von Mechthild. Huch, ein Frauenname als namensgebend, das hatte ich bisher auch nicht erlebt. Das scheint auf ein extrem unschwaches Geschlecht derer von Metzen schließen zu lassen. Ja, ja, meinte Udolph schmunzelnd, man könne sich leicht täuschen. Woher käme denn, testete er mich, meiner Meinung nach der Name des Freiherrn von Braun. Hm, das war bestimmt eine Falle, trotzdem tappte ich hinein und sagte: Wahrscheinlich ist Braun ein Übername und bezieht sich auf die Haar- oder Hautfarbe oder meinetwegen Couchgarniturfarbe des Erstbenannten. Nein, konterte Udolph, von Braun leitet sich von Brunnen her. Das glaube ich ihm mal, diese Sprachforscher können ja viel erzählen.

Auch mit dem Mädchennamen meiner Mutter hatte sich Udolph beschäftigt. Es wäre sehr ungewöhnlich dass sich Lückenbach von einem Bach herleiten würde, es wäre eher von einer Wüstung, einem nicht mehr existenten Ort, auszugehen, der Lückenbach hieß. Wüstungen, spannend, da kann man ja noch archäologisch forschen, wo denn dieses untergegangene Lückenbach, das Atlantis der Nordeifel gelegen haben könnte. Etymologisch, so Udolph weiter, kommt die Lücke vom „Durchlass im Feld“ oder von einem „Durchlass im Bannkreis“. Wenn das keine lückenlose Beratung war. Und das auch noch kostenlos.

Ihr


Nächste Woche geht es weiter mit dem 7. Beitrag:  Das Lehrmädchen meines Großvaters Eduard.

1 Kommentar zu “6. Was mir Namensforscher Udolph zugeraunt hat”

  1. B.B sagt:

    Hallo mein Name ist auch Lückenbach

    Es gibt einen Ort in der Eifel der Lückenbach heisst.Ebenfalls waren Lückenbach im stadtteil sinzig Bauern gewesen.

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