GPS

Heute ist ja schon fast in jeder Kaffeemaschine ein GPS (Global Positioning System) eingebaut und so kann ermitteln werden, wo genau die Maschine auf der Erde steht 🙂

Scherz beiseite: In meinem Navi ist eines und im Mobiltelefon von Schatzi auch. OK er nutzt es nie, denn er weiß ja wo er ist. Aber es ist noch gar nicht so lange her, da war die Orientierung schwieriger. Also auf dem Lande nicht, da konnte man ja fragen oder hat sich einfach das Ortsschild angesehen. Aber auf dem Meer war es schon gefährlich nicht genau zu wissen, wo man ist und wohin man so segelt. Es sind ja genug Fälle bekannt wo die Seeleute sich ordentlich verfahren haben. Ich sage nur Columbus und die Entdeckung von Westindien.

Wie komme ich auf das Thema? Ganz einfach: Wir haben gestern einen Western im TV geguckt und der spielte so um 1880 im ach so wilden Westen. Genauer gesagt spielte dieser in der Gegend wo ich gerade Kunden habe, die Ihre deutschen Wurzeln suchen. Diese Vorfahren sind um 1880 von Deutschland aus gen USA geschippert. Der Kapitän des Schiffes hat sein Handwerk wohl verstanden, denn sie sind ja heil angekommen. Das war aber nicht immer so einfach, denn es gab halt kein GPS und die erfolgte zum Teil noch per Sextant.

Kennen Sie eigentlich John Harrison, den Tischler und Uhrmacher. Er löste nämlich das so genante Längenproblem bei der Navigation auf dem Meer. Seine Uhren ermöglichten erstmals präzise mechanische Zeitmessung und damit die genaue Bestimmung des Längengrades auf See.

Der Ausdruck Längenproblem bezeichnet die problematische Bestimmung der geographischen Länge auf dem offenen Meer. Während die geographische Breite relativ einfach mit für die hinreichender Genauigkeit bestimmbar ist, gestaltet sich die Bestimmung der Länge mit ähnlicher Genauigkeit weitaus schwieriger.

Es hatten sich viele schlaue Köpfe mit der Problematik befasst, aber ohne eine Lösung zu finden. Bis dann der Gute John Harrison kam. Naja, ist auch eine lange Geschichte, aber ihm ist es zu verdanken, dass heute genau vor 125 Jahren, also im Jahr 1884, auf der Internationalen Meridiankonferenz der durch das Royal Greenwich Observatorium verlaufende Längengrad als Nullmeridian festgelegt wurde.

Seither ist es also wesentlich sicherer für Seefahrer, ein anvisiertes Ziel auch zu erreichen.

Apropos erreichen: Wenn mich Schatzi mal wieder auf dem Mobiltelefon anruft und die typische Frage stellt, wenn man unterwegs ist: „Schatz wo bist Du?“ antworte ich immer: 53° 33′ N, 10° 0′ O

PS: Unsere Kaffeemaschine hat natürlich kein GPS. Braucht sie ja auch nicht, da sie ja normalerweise in meiner Küche steht und ich somit weiß, wo sie ist. Momentan ist sie leider mal wieder zur Reparatur, weil gestern die Elektronik den Geist aufgegeben hat. Daher meine Frage an Herrn Saeco: Wann kommt die endlich wieder?

1 Kommentar zu “GPS”

  1. Christian sagt:

    … so kann ermitteln werden, wo genau die Maschine auf der Erde steht.

    Da möchte ich doch mal mit ein Vorurteil aufklären:
    Man kann nicht den Standort eines GPS Gerätes bestimmen um es aufzufinden. Mann kann lediglich auf dem Gerät ablesen wo es sich befindet. Dazu muss man es aber in der Hand halten, oder davor sitzen.

    In amerikanischen Fernsehserien können die Cops einfach per Computer abrufen wo sich ein Mobiltelefon oder GPS befindet und bekommen auf dem Schirm dann einen Punkt angezeigt. Das ist aber Fiction.

    GPS Geräte bekommen einfache Funksignale von mehreren Sateliten und berechnen danach die eigene Position. Vom GPS aus werden keine Daten ausgesendet.

    Ein Mobiltelefon oder zu deutsch „Handy“ kann nur über den Netzbetreiber geortet werden. Dieser stellt fest an welchem Funkmast (Zelle > Cellphone) sich das Handy angemeldet hat. Dann kann der Netzbetreiber sagen das sich der Teilnehmer im Umkreis von 2-3 Kilometern um den Funkmasten aufhällt.

    Neuere Navigationssysteme in Luxusklasse Autos haben die Möglichkeit bei einem Unfall oder Notfall die GPS Daten des Standortes per Mobilfunk an eine Leistelle zu übertragen. Soweit ich weis ist dies aber in Deutschland aus Datenschutzgründen nicht erlaubt. In den USA gibt es dies seit ein paar Jahren unter Auflagen für die Betreiber. Aber auch da gilt: Man kann nicht rausfinden wo sich das Auto befindet, sonder im Notfall teilt das Auto den Standort der Leitstelle mit.

    Liebe Grüße

    Christian

    Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System#GPS_und_Datenschutz

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