Pozuzo

Gesundheit möchte man sagen, aber es handelt sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine Stadt in Peru. Kennen Sie nicht? „Macht nicht’s erklär ich Euch“. Ich liebe diesen Satz aus der Sendung mit der Maus. Apropos Maus: Jetzt kommen zwei wichtige Informationen:

1.) Das Durchschnittsalter der Zuschauer bei der Sendung mit der Maus liegt um die 30 Jahre.
2.) Die noch vorhandenen Bremer Passagierlisten hat „Die MAUS – Gesellschaft für Familienforschung e. V. Bremen“ ja bekannter weise ins Netz gestellt: http://www.passagierlisten.de/

Aber zurück zu unserem Pozuzo, dieses kleine Dorf in den Anden

Quelle: Google Maps

liegt wirklich abseits von jeglicher Zivilisation. Dennoch fand dort dieses Jahr das VII. Treffen der deutschsprachigen Gemeinschaften Lateinamerikas (im spanischen Kürzel C.A.A.L.) zu Ehren des vor 150 Jahren von und Österreichern gegründeten Ortes statt.

Ich war leider nicht vor Ort, aber Herr Rudolf Hepe, Vize-Präsident vom Verband der deutsch- argentinischen Vereinigungen F. A. A. G. schildert wie es so war:

„Eingebunden in die 150-Jahr-Feiern zur Gründung Pozuzos, fand in dieser einmaligen Gegend Perus das VII. Treffen der deutschsprachigen Gemeinschaften Lateinamerikas (im spanischen Kürzel C.A.A.L.) statt. Zu den seit Beginn dieser Treffen mitwirkenden Ländern Argentinien, Brasilien, Chile, Paraguay, Uruguay, Venezuela und dem gastgebenden Peru, kamen dieses Jahr Deutschland, und Italien dazu, was als Erfolg der Organisatoren bewertet werden muss.

Die Teilnehmer begaben sich von der Hauptstadt Lima, per Omnibus, in einer die ganze Nacht einnehmenden Fahrt nach Pozuzo. Der ständig ansteigende Weg durch die peruanischen Berge mit dem typischen Urwald herum, hatte seinen Höhepunkt in Ticlio, auf 4.800 Meter Höhe. Dann ging es wieder „bergab“ bis nach Oxapampa (nur 1.800 Meter über dem Meeresspiegel), wo man um 5 Uhr morgens eintraf. Bevor man in die kleineren Kombis umstieg, bekam man in der Herberge Frau Carolina Egg ein typisches, hausgemachtes Frühstück serviert. Von Oxapampa bis Pozuzo waren es dann weitere zweieinhalbe Stunden Fahrt, über an Bergesrändern und mit steilen Abhängen geschaffene Wege, den Huancabamba- Fluss begleitend, teilweise durch den Nationalpark Yamachaga Chemillen. Mit der Ankunft in Prusia (von Auswanderer aus dem Rheinland gegründet), eines der beiden zur Pozuzo-Gemeinde gehörenden Dörfer, war man im Tal angekommen und wieder in einer „normalen“ Höhe von rd. 800 Metern ü. M.

Das dreitägige Treffen begann am Mittwoch, 7. Oktober 2009, in dem zu dieser Gelegenheit eingeweihten städtischen Festsaal. Auf dem Platz vor diesem Auditorium wurden die Fahnen Perus, Deutschland und Österreichs zu den Klängen der jeweiligen Hymnen gehisst, während die Musikkapelle der Peruanischen Luftwaffe – welche die drei Tage dabei war – dazu spielte. Reiter mit den Fahnen der teilnehmenden Länder umritten zwei Mal den Platz um danach den Vertretern der Gastländer die jeweilige Fahne zu übergeben.

Bei der Rückkehr nach Lima, diesmal tagsüber, mit zwei Mal Umsteigen von Kombi zu Kombi, ehe man in La Merced in den Omnibus nach Lima stieg, machten sich die Höhenunterschiede bemerkbar, vielleicht weil man sich auf die Beobachtung der Umgebung konzentrieren wollte oder von der üppigen Vegetation an den Bergen gepackt wurde und den Körper vergaß.

Das VII. Treffen ging erfolgreich am 9. Oktober 2009 zu Ende, die Peruaner sind jetzt noch begeisterter dabei und Alle wünschen sich, dass in Joinville 2010, beim VIII. Treffen, Vertreter aus weiteren iberoamerikanischen Ländern dazustoßen.“

Wenn Sie also im nächsten Jahr eh mal nach Brasilien wollten, machen Sie doch einen Abstecher nach „Joinville – Die Stadt der Prinzen und der Blumen“

1 Kommentar zu “Pozuzo”

  1. Valentin Mcfeeters sagt:

    Joinville ist echt einen Abstecher wert… Wen das interessiert, hier ein Tip von mir: schaut einmal auf Auslandsinfo.com Dort gibt es die besten Infos für deutschsprachige im Ausland.

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