Das waren noch Zeiten…

… ich spreche von 2009, denn da gab es am Ende ja noch Geschenke. Aber der Reihe nach:


Da klingelt es am 22. Dezember an der Tür und die Christel von der Post oder besser ein „Herr von der Post“ steht mit einem Paket aus Amerika in der Hand vor der Tür. Empfangschein unterschrieben und den dazugehörigen Brief gelesen. Wichtig sei, dass ich das Paket bereits am 23. Dezember öffne.
Also einen Tag gewartet und ich finde im Paket meine persönliche Weihnachts-Gewürzgurke um diese in unseren Tannenbaum zu hängen.

Ich liebe meine Kunden!!! Sie werden sich eventuell an den Blog-Beitrag mit der Gurke im Tannenbaum erinnern, da hat mir die Kundin die Geschichte mit der Gewürzgurke im Tannenbaum erzählt und ich habe damals aufgerufen, mir doch zu schreiben, wenn jemand diesen Brauch kennt.

Tja, hierzulande scheint diesen „Deutschen Brauch“ niemand zu kennen, aber laut Packungsbeilage ist dies ein Ur-Deutscher Brauch (oder einfach nur gutes Marketing)

Allerdings schlecht recherchiert, denn bei uns wird der Tannenbaum ja bereits am 24. bewundert und nicht wie oben beschrieben am Weihnachtsmorgen (in den USA ist der 25. Dezember der Tag der Tage für die Kinder). Am lustigsten finde ich den letzten Satz:

… denn die Kinder , dass  derjenige der die Gurke zuerst im Tannenbaum findet, ein kleines Extra-Geschenk für besondere Beobachtungsgabe von St. Nicholas erhält.

Da hierzulande scheinbar niemand diesen Brauch kennt, bleibt der erwähnte St. Nicholas wohl auf vielen kleinen Extra-Geschenken sitzen, denn keine Gurke im Baum = keine Geschenke.

Ab nun hängt in unserem Tannenbaum jedenfalls jedes Jahr eine Gewürzgurke, sodass wir dann diese ganzen kleinen Geschenke bekommen.

Apropos Gurke: Der Begriff Sauregurkenzeit, der heutzutage meist für die geschäftliche Flaute in den Sommermonaten verwendet wird, galt ursprünglich für die Zeiten wo es wenig Lebensmittel gab und es nur eingelegte Gurken zu essen gab.

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