Trouble bei Familie König

Wo wir gerade bei der Hochzeit in Schweden waren… Kurz hinterher ein kleiner Sprung auf die Insel zu unseren englischen Freunden den Windsors. Aber keine Angst ich gebe auch Tipps zur Familienforschung in und darüber ist die Queen bestimmt „amused“


Also zu den  Windsors:

Die Windsors sind gar keine Windsors, sondern eigentlich heißen die „Sachsen-Coburg-Gotha“ mit „Nachnamen“.  Aber während des ersten Weltkrieges (im Jahr 1917) änderte der damalige britische König Georg V. aufgrund der deutsch-feindlich Stimmung in England , also auf Druck der Bevölkerung und der Politiker den seit 1840 geführten Namen „Sachsen-Coburg-Gotha“ kurzerhand in um.

OK, er ist König und kann das mal ebenso, die derzeitige Königin Elizabeth II gab dann 1960 offiziell bekannt, dass die Familie nun den Namen Mountbatton-Windsor trage. Eigentlich ja Battenberg-Windsor, aber Battenberg wurde kurzerhand ins Englische übersetzt. Allerdings gilt dieser Name nur für die direkten Nachkommen der Queen. Ihr Gatte Prinz Phillip zum Beispiel ist demnach kein „echter“ Mountbatton-Windsor, sondern nur sein Sohn Prinz Charles. Prinz Phillipp stammt ja väterlicherseits aus der Linie Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, welches eine Nebenlinie  des Hauses Oldenburg ist. Er hieß bei seiner Geburt auf Korfu noch Prinz Philippos  Andreou von Griechenland und Dänemark. Seine Mutter war aber eine von Battenberg…

Noch Fragen???

Unsere Freunde auf der Insel… Ach ja, wussten Sie eigentlich, das auch in England der Fluss Themse ohne das englische „teeätsch“ ausgesprochen wird. Und wer hat Schuld? Ein Deutscher, denn der Ehemann der Königin Victoria namens „Prinz Franz August Carl Albrecht Emanuel von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen“ konnte das einfach nicht aussprechen, und da man ja nicht über den Mann der Königin  lacht, hat man sich halt seiner Art der Aussprache angepasst.

Neben der Tatsache, dass man über die über die International Deluxe Mitgliedschaft viele Urkunden, Dokumente aus England einsehbar sind, gibt es aber auch die sogenannten BMD = birth, marriage, death records, also Geburts-Heirats- und Sterbeurkunden online.
Auf der folgenden Seite sind von den vorhandenen 236.321.351 Urkunden bereits 185.134.545 einsehbar. Einfach mal stöbern, wenn Sie auf der Suche nach Urkunden aus England sind.

Die Suchmaske sieht so aus:

Und bedenken Sie, dass nicht nur die Herrschaften aus dem Königshaus sich umbenannt haben. Viele haben Ihre Vor- und Nachnamen „anglisiert“, also der in Deutschland geborene Johann Wilhelm Schmidt, könnte in England als Henry William Smith verstorben sein.

Ich habe vor Jahren einmal eine Sterbeurkunde für eine Deutsche Kundin in England bestellt. War kein Problem, es ging online und ohne Vollmacht, Stammbaum etc. Einfach bestellt, 10 Pfund überwiesen und 10 Tage später war die Urkunde hier.

PS:

Liebe Engländer,

Pfefferminz gehört in After-Eight und nicht in eine Soße!!! Ich habe als Jugendliche im Alter von 14 – 16 die Sommerferien auf Eurer schönen Insel verbracht und Sprachkurse belegt um mein English to verbettern und wurde einmal von Freunden zu einem typisch britischen Essen eingeladen.
Der Hauptgang war „Lamm mit Pfefferminzsoße“…. Wer es noch nie probiert hat… sollte es auch lassen.

Haben Sie eine schöne und erfolgreiche Woche

Ihre „königlicher Durchblick“ Andrea Bentschneider

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