Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor…

war mein erster Gedanke heute früh am Frühstückstisch, als ich das Hamburger Abendblatt aufschlug.

Eigentlich wollte ich ja nichts mehr über den Rettungschwimmer und Lederjackenimitattragenden David Hasselhoff bringen, aber was höre bzw. lese ich da? Da schmückt sich jemand mit fremden Federn… Skandal!!!

Der Radiosender SWR1 Rheinland-Pfalz hat den Leipziger Namensforscher Professor Udolph beauftragt, die Hasselhoffs zu erforschen. Er hat nun anscheinend herausgefunden, dass der Ort Völkersen bei Bremen der Abstammungsort der Hassehoffs ist.

Da habe ich doch auch schon mal etwas gemacht 🙂 Vor Monaten habe ich bereits zu diesem Thema folgende Beiträge geschrieben:

Hessen steht Kopf!

David H.

David heißt er und…

In der Zeitung ist zu lesen:

„Bis ins 16. Jahrhundert lassen sich die Spuren zurückverfolgen. Udolph fand Unterschriften der Familienmitglieder für Volkszählungen, einen Einberufungsbescheid für den Ersten Weltkrieg und sogar die Passagierliste des Schiffes, das seine Ur-Ur-Großmutter Meta Hasselhoff mit ihrer Familie 1865 von Bremen nach Baltimore in die USA brachte. Ihre Namen sind handschriftlich darauf zu sehen.“

Das berichtet das Hamburger Abendblatt in seiner heutigen Ausgabe. „Das ist das tollste Geschenk, das ich je bekommen habe, das Wichtigste, was ich je in den Händen hatte“, rief David Hasselhoff. „Ich liebe Bremen!“, als er die Dokumente vom Professor bekam.

Da haben die also Geld für den Professor ausgegeben, den Flug, die Übernachtung, Verpflegung und Taschengeld für den David…

Hallo? Die erwähnten Unterlagen entsprechen genau jenen, die ich auf ancestry.de recherchiert hatte und im Artikel „Hessen steht Kopf“ für jedermann einsehbar, sogar zum Speichern oder zum Ausdrucken online gestellt habe.

Tja lieber SWR, es wäre wesentlich günstiger gewesen mal diesen Blog hier zu lesen, dann hätten unsere GEZ Gebühren vielleicht für einen Ahnenforschungs-Servicetag investiert werden können, dann hätten alle Ihre Hörer was davon gehabt und nicht nur Herr Hasselhoff.

Der Professor hat die Vorfahren ja bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt. Das ist ja auch nicht weiter schwierig, das habe ich innerhalb der erwähnten Stunde, die ich auf ancestry verbracht habe, auch geschafft. Dort standen diverse Stammbäume online, die den Namen Hasselhoff beinhalteten.

Ich bin dort ohne viel Aufwand bis zur 14. Generation gekommen:

Stammbaum Hasselhoff

Am längsten hat die Eingabe ins Programm gedauert.

Also lieber Herr Professor Udolph: Sie hätten sich viel Arbeit sparen können, wenn Sie meinen Blog gelesen hätten, da hier ja bereits ein Großteil der Recherchen ausführlich erklärt worden war. Sollten Sie dies getan haben, wäre ein Dankeschön in Form eines Hinweises auf meinen Blog ja wohl angebracht gewesen, oder?

Andrea Bentschneider

1 Kommentar zu “Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor…”

  1. Blog über Ahnenforschung und Genealogie » Blog Archiv » Langsam finde ich es doff, sagt:

    […] Dear David, als kleiner Tipp, wen Du Dir folgenden Beitrag ansiehst, wirst Du erkennen, dass einige Deiner Vorfahren auch aus England […]

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