Hamburger Adressbücher online

Tja, unsere Universität ist wieder mal einen Schritt voraus.

Heute gerade per E-Mail gekommen und schon werden Sie informiert.

Vorträge am 2. und 3. November in der Staats- und Universitätsbibliothek / Ankündigung des Online-Starts Hamburger für den 5. November 2010

Also hier  zwei Vorträge zum  Online-Start der digitalen Hamburger Adressbücher aufmerksam machen, die in der
Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky Von-Melle-Park 3, 20146 stattfinden.


Ort: Vortragsraum, 1. Etage, Eintritt frei

Dienstag, 2.11.2010, 18 Uhr Vortrag von Günther Bock:
Die Hamburger Grafen – ein unterschlagenes Kapitel der Reichsgeschichte?
Überlegungen zum 900. Todestag Graf Gottfrieds von Hamburg

Als eines von drei Büchern der einstigen Hamburger Domkirche St. Marien, das die Zeiten überdauerte, verdient der Codex in scrinio 93 der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek besondere Beachtung. Sein spätantikes Elfenbeinrelief, das die Vorderseite des Einbands ebenso ziert wie in vergoldeten Silberdraht eingelassene Halbedelsteine und farbiges Glas, erregte wiederholt das Interesse der Kunstgeschichte.

Dieser Codex, ein Evangeliar, wurde vom Grafen Gottfried von Hamburg und dessen Bruder Heinrich zum Gedächtnis ihrer Eltern Graf Heinrich und Gräfin Margareta der Hamburger Domkirche gestiftet, wie der Widmungseintrag verrät.
Dieser Text sowie ein Nekrologeintrag wurden bereits 1842 veröffentlicht, doch die historische Forschung schenkte den Hamburger Grafen dadurch noch keine angemessene Beachtung.
Jüngst vorgenommene interdisziplinäre Forschungen zum Codex, seinen Stiftern und deren Umfeld gestatten eine grundlegende Neubewertung der Hamburger Grafen. Diese demnächst in Buchform veröffentlichten Ergebnisse werden anlässlich des 900. Todestags Graf Gottfrieds nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Es zeigt sich, dass die Hamburger Grafen ein bedeutendes Geschlecht waren, dessen Verbindungen weitere Teile Europas erfassten und das keineswegs 1110 mit dem Tod Graf Gottfrieds endete. Diese Neubewertung betrifft nicht zuletzt auch die kirchliche Entwicklung Hamburgs und Nordelbiens. – Die Handschrift wird im Original präsentiert.

Mittwoch, 3.11.2010, 18 Uhr, Vortrag von Dr. Klaus-Joachim
Lorenzen-Schmidt: Archivschätze und Archivalienschutz

Archive dienen der Verwahrung der wichtigsten schriftlichen Überlieferungen unserer Gesellschaft, weshalb besondere Achtsamkeit gegenüber der Gefahr von Verlust geboten ist. Mit dem Bau von Archivzweckgebäuden seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts konnten Sicherungsmaßnahmen, z. B. bei Brandgefahr, bereits konstruktiv bedacht werden. Wenig oder keinen hinreichenden Schutz boten und bieten diese Bauten aber vor Naturkatastrophen, den Gefährdungen durch den Bombenkrieg und menschliche Unzulänglichkeit, wie das 20. und beginnende 21.
Jahrhundert gezeigt haben. Am Beispiel des hamburgischen Archivalienschutzes durch die Zeiten soll gezeigt werden, wie sich Archive und Archivare gegen die Bedrohung der unikalen Überlieferung zu schützen versuchten und versuchen.

Dr. Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt ist Oberarchivrat am Staatsarchiv Hamburg, Sprecher des Arbeitskreises für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins und des Beirats der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte.

Freitag, 5. November 2010, 11 Uhr:
In einer Pressekonferenz wird Frau Prof. Dr. Gabriele Beger, die Direktorin der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, den Online-Start der Hamburger Adressbücher vorstellen. Ulrich Hagenah, Leiter des  Bereichs Landesbibliothek, führt diese „Basisbücher“ Hamburgs vor, zeigt die Navigation und präsentiert die vielen Aspekte des Großstadtlebens, die mit dieser Anwendung nun leicht zugänglich sind.

So nun aber genug für heute

🙂

Ihre Andrea Bentschneider

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