Kirchenbücher im I-Net

Tja, das wäre schon hilfreich, wenn alle im Internet zu finden wären.

ABER: Es ist halt nicht so. Wie bereits geschildert, sind bisher nur sehr wenige der alten Kirchenbücher digitalisiert und online zu finden.

Noch schlimmer: Immer da wo sich “ ’ne Mark-fünfzig“ machen lässt, tauchen auch unseriöse Firmen auf.

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Nachdem ich in den letzten Beiträgen die Namen dieser Anbieter genannt hatte, bekam ich postwendend Post von deren Anwälten.

Kein Wunder das die Firmen sich Anwälte leisten können, denn wenn man sich auf die Seiten begibt, ist man entweder gleich Euro 150 für einen Jahresbeitrag los oder man wird mit Versprechungen („Wir haben alle “) dazu verleitet, Mitglied zu werden.

OK, wahrscheinlich könnte es sich „Herr Microsoft Gates“ leisten die Kosten für eine Digitalisierung aller Kirchenbücher zu zahlen.

Aber wenn man bedenkt, dass Ancestry ein paar dutzend Mitarbeiter und ein paar 100.000 Euro und über 1 Jahr gebraucht hat, um alleine die Soldatenlisten aus Bayern zu digitalisieren und ins Internet zu stellen, sollte einem schnell klar sein, dass man nirgends „alle Kirchenbücher online“ finden kann.

Also halten Sie es so, wie unser Freund oben: Ganz genau lesen, was die Firmen anbieten und zu welchen Kosten.

Oftmals ist einfach günstiger sich an die Kirche direkt zu wenden. Ich hatte großes Glück bei meiner privaten Forschung. Ich habe im Kirchenbüro angerufen und habe erst ein wenig mit dem Pfarrer geplauscht und dann war die Dame so nett und hat mir diverse Kirchenbucheinträge meiner Vorfahren herausgesucht.

Kosten? Ja, ich sollte nur das Porto zahlen, aber habe eine Spende an die Kirche geschickt. Alle glücklich und zufrieden!!!

Ihre Andrea Bentschneider

3 Kommentare zu “Kirchenbücher im I-Net”

  1. Paul sagt:

    Warum soll das nicht möglich sein? In Dänemark und den Niederlanden sind komplette Kirchenbüchern ganzer Regionen und Städte digitalisiert worden. Auf der Webseite Genlias.nl sind fast alle Daten des niederländischen Standesamtes erfasst und können kostenlos von jedem Internetbenutzer konsultiert werden. Man braucht sich nicht mal zu registrieren.
    In Dänemark kann man auch alles umsonst konsultieren im internet. Die meisten Kirchenbücher sind auch digitalisiert.
    Was ist also das Problem in Deutschland?

  2. Friedrich sagt:

    Da das alles kostet und die Städte und Kommunen in Deutschland pleite sind, ist dafür wohl kein Geld über.

    Fritz

  3. frank sagt:

    Leider gibt es immer noch (karrierebewusste?) Pfarrer, die bereits begonnene Digitalisierung von Kirchenbüchern einer Gemeind verhindern wollen. Nach nur ein paar Tagen, nachdem wir (2 freiwillige und unentgeltlich arbeitende) dem Herrn Pfarrer unsre Methode gezeigt hatten, waren die Kirchenbücher verschwunden – zur Diözese geschickt!
    Dort kann man Sie gegten Gebühr einsehen- was nichts nützt, dann man kann nicht Wochen im dortigen Archiv verbringen- abgesehen von den Kosten die von der Diözese erhoben werden.
    Mir kommt das ganz makaber vor, haben doch die Pfarrämter vor 1878 die Funktion des Standesamts auf Anweisung der Obrigkeit ausgeführt. Man könnte fast von Diebstahl an der jeweiligen Gemeinde sprechen!
    Zur gleichen Zeit wurde einem Menschen, der im Bereich der Diözese Passau die Digitalisierung dortiger Kirchenbücher durchgeführt hat, mit einem Verdienstorden ausgezeichnet!!
    Wir wollten kein Geld, keinen Orden…….

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