Schwarzmarkthandel

Ich hätte den Artikel aber auch:

„Hungerwinter, Flüchtlingselend und “ nennen können.

In ganz Deutschland herrschte nach Ende des 2. Weltkrieges das große Elend. Für uns „junge Leute“ heute unvorstellbar, gab es zerbombte Wohnungen (wenn man noch eine hatte) und nichts zu essen.

Foto: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Aber nicht nur in Hamburg, München, Frankfurt etc. gab es diesen Handel.

Besonders ausgeprägt war dieser in . Amerikanische, Englische und Russische Soldaten mischten bei diesem Handel kräftig mit.

Von den deutschen wurde alles getauscht, was man nicht absolut zum Leben benötigte. Essen war halt wichtiger als eine Armbanduhr. Für diese bekam man von den Amis Lebensmittel wie Butter, Wurst, Speck, Zucker und Brot.

Die US Soldaten verkauften dann wiederum ihre US Uhren an die Russen. Die wiederum kaufen aber nicht nur Schmuck und Uhren, sondern auch Kleidung für die daheim gebliebenen Frauen. Auch hierfür bekamen die Deutschen dann etwas Lebensmittel.

OK, warum brauchte man Schmuck, wenn es ums reine Überleben ging. Viele versuchten auch auf dem Lande bei Bauern zu tauschen.

Der Schwarzmarkthandel blühte in Deutschland. 99 % der Bevölkerung tat dies nur aus dem Grund etwas zu essen zu bekommen, aber es gab natürlich auch findige Personen, die diesen Handel zu ihrer Hauptbeschäftigung machten.

Das „Problem“ waren die Razzien der deutschen Polizei:

Die Polizei und die Besatzungsbehörden gingen rigoros gegen diesen Handel vor, obwohl sie ja auch daran beteiligt waren.

ABER

Nicht erst nach Ende des Krieges blühte dieser Handel, sondern bereits während des Krieges herrschten Versorgungsengpässe und man handelte und tauschte was das Zeug hält.

Wie ich ja bereits im Artikel Nasi berichtet habe, waren die offiziellen Behörden angehalten diesen Handel einzustellen.

Im Vergangenheitsverlag in Berlin ist zu diesem Thema ein Buch erschienen, welches uns „jungen Leuten“ einen Einblick über die zum Teil recht fragwürdigen Methoden der Ordnungswächter gibt.

Zum Inhalt:

Nach 1945 sicherte der Schwarzhandel das Überleben vieler Deutscher. Doch die illegale Schattenwirtschaft prägte schon lange zuvor das NS-Reich; die „Schieber“ machten ihre Geschäfte – drakonisch bekämpft, aber kaum zu kontrollieren. Der
Begriff „Schieber“ weckt heute viele Assoziationen: Männer mit hochgeschlagenem Mantelkragen, Zigaretten als Schwarzmarktwährung, Drogen, Prostitution, Halbwelt. Aber das Buch über Schieber in Berlin ist keine weitere krimihafte Variante des „Dritten Mannes“. Die Realität ist spannender: Der Band konzentriert sich auf eine umfangreiche Akte der Berliner Staatsanwaltschaft aus der Kriegszeit. Anhand von Berichten der Kriminalpolizei, Verhörprotokollen aber auch Briefen und anderen Dokumenten rekonstruieren die Autoren den Fall eines Schiebers und seiner Tauschpartner.

Zugleich spüren sie den Kontexten der Geschichte nach und fragen nach der nationalsozialistischen Volksgemeinschaftsvorstellung, wie sie in den Dokumenten greifbar wird, nach der Rolle von Polizei und Justiz, oder auch nach der Stadt als Raum eines illegalen Alltags, der bereits viele Jahre vor dem Kriegsende Berlin zu prägen begann.

Broschiert: 180 Seiten
Verlag:
Auflage: 1., Aufl.
ISBN-10: 3940621455
ISBN-13: 978-3940621450

Das Buch kostet Euro 16,90. Ein Kauf der sich aber nicht nur für „junge Leute“ lohnt.

Herr Alexander Schug vom Vergangenheitsverlag war so freundlich, uns drei dieser Exemplare zur Verlosung zur Verfügung zu stellen.

Den Absendern der ersten drei E-Mails die mich unter info@abenteuer-ahnenforschung.de erreichen, werde ich eines dieser Bücher zusenden.

Ihre Andrea Bentschneider

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