Ich muss göbeln

Keine Angst ich muss mich nicht übergeben, aber göbeln passt hervorragend zu diesem Beuitrag, denn es geht um Familie Göbel!

Blogbeiträge ergeben sich ja manchmal auf sehr kuriose Weise. Ich habe eine Kunden aus den USA, besser gesagt aus LA. Aber nicht Los Angelos, sondern dem Bundesstatt LA, also Louisiana.

Naja, und ich sehe mir die Hauptstädte der US Bundessaaten so an und denke mir dass die Hauptstadt von Kentucky namens Frankfort wohl von einem Deutschen gegründet wurde!?!

Fast, gegründet wurde diese Stadt 1792 durch den General James Wilkinson. Aber ein Name musste her und da war es ja nur gut, das die Legende besagte, dass just dort im Jahr 1780 der Pionier Stephan Frank an einer Furt von Indianern getötet wurde.

Zum Thema Frau Bentschneider: OK, Göbel oder in den USA Goebel.

Bei den Wahlen zum Gouverneur im Jahr 1899 wurde nach einigem Hick-Hack dann William Justus Goebel neuer Gouverneur.

Darauf hin kam es zu Unruhen zwischen den Republikanern die Ihren Kandidaten Taylor als Sieger sahen und den Anhängern Goebels. Um es kurz und schmerzlos zu machen. Goebel wurde niedergeschossen und auf dem Kranken-, bzw. Sterbebett vereidigt und nach drei Tagen als Gouverneur starb er dann an den Verletzungen.

Frau Bentschneider, was wollen Sie uns erzählen, kommen Sie zur Sache!

Da ja bekannt ist, das dessen Eltern Wilhelm Goebel und Augusta geborene Groenkle aus Deutschland, besser Hannover stammen, dachte ich mir ich recherchiere mal ein wenig.

Da ich ja nicht Tage damit verbringen will auf Ancestry.com zu suchen, habe ich also William Justus Goebel in das Suchfeld eingegeben. Kein Treffer auf Anhieb. Weiter suchen? Nö, versuchte es mit dem Namen des Vaters und der Mutter… Auch kein großer Erfolg. Da er ja wohl auch Geschwister hatte habe ich nach denen gesucht und wurde fündig.

Sein Bruder Justus Goebel war auch in der Demokratischen Partei, war aber 1901 in einen Bestechungsfall verwickelt… Arme Eltern, der eine Sohn Tod, der andere ein Schurke!

Nun gut. Was man bei der Internetrecherche allerdings nicht findet ist die Schwester Minnie und Bruder Arthur, die findet man aber in der 1880 US Volkszählung:

 

Und nun Frau Bentschneider?

Tja, weitersuchen!

Auf „find a grave.com“ fand ich dann die Sterbeurkunde von Justus:

 

 

 

 

 

 

 

und wie bei unseren Freunden aus den USA üblich auch einen Nachruf. Aus diesem geht hervor, dass Justus einen gleichnamigen Sohn hatte, der 1957 verstarb. Also mal bei dem nachsehen…

Dieser Justus Goebel junior hatte folgende Kinder:

Betty Heusch Agler (1912 – 2010)*
Justus Goebel Heusch (1920 – 1942)*
Owen Lee Heusch (1922 – 1951)*

OK, also hat den Vater nur die Tochter überlebt und wenn man sich nun deren Nachruf ansieht bekommt man folgende Informationen:

… . She is survived by her children, Clell and his wife Sharon of Grove City and her daughter Linda and her husband Phil of Upper Arlington.

Diese Nachrufe sind in den USA sehr verbreitet und erzählen eigentlich immer das gesammte Leber der Person.

Die Zeitung „The Columbus Dispatch“ liefert die komplette Lebensgeschichte von Betty.

Jetzt könnte man im US Telefonbuch nach den oben erwähnten Sohn und oder der Tochter suchen und schon hat man einen lebenden Verwandten von unseren Herrn Goebel vom Anfang.

Und wenn man gerade bei den Telefonbüchern ist, mal eben in dem von Hannover nachgesehen: 36 Personen mit dem Namen Göbel! Da könnte ja glatt Verwandte dabei sein!

Familienzusammenführung kann auch in 20 Minuten passieren 🙂 !

Ihre Andrea Bentschneider

 

 

2 Kommentare zu “Ich muss göbeln”

  1. Sebastian Gansauer sagt:

    Schöner Artikel 🙂

    In meinem Stammbaum tauchen auch diverse Göbels auf. Aus welcher Region in Deutschland kommt denn die hier erforschte Familie?

    beste Grüße
    Sebastian

  2. Andrea Bentschneider sagt:

    Hallo Sebastian,

    Die US Göbel die im Artikel erwähnt sind kommen aus der Region Hannover, steht aber auch im Artikel 🙂

    Sieh doch mal nach ob Du Göbel Personen aus dem Raum Springe im Stammbaum hast, dann bist Du vielleicht mit Johann Heinrich Christoph Conrad Göbel verwandt. DIeser hat ja die Glühbirne erfunden, aber trottelig wie er war nicht zum Patent angemeldet. Also gilt ja heute Herr Edison als „Erfinder“ der Glühbirne.

    Liebe Grüße aus Hamburg,

    Andrea

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