Ordnung ist das halbe Leben!

Sagte zu mindestens Opa 1, Opa 2 meinte: „Arbeit ist das halbe Leben!“

Na Super, Ordnung und Arbeit! Wo bleibt denn da Zeit für Ruhe und Müßiggang? Ja, das ist aller Laster Anfang, ich weiß!!

Aber mal im Ernst: Immer häufiger erreichen mich Anfragen, ob ich mal Ordnung in die gesammelten Werke bringen kann.

„Ich habe hier 3 Schuhkartons voller alter Unterlagen…“ bis hin zu jemand der 2 Umzugskisten voll hatte.

Also Opa 1 hatte recht: Ordnung ist das halbe Leben ähh „Ordnung ist die halbe “. Überlegen Sie sich von Anfang an, wie Sie Ihre gefundenen Schätze verwalten wollen.

Grundlegendes:

a.) Stammbaum auf dem Computer
Sie sollten Sie sich auf dem PC oder MAC einen Stammbaum anlegen, hierzu gibt es so einige Programme (von kostenlos bis zur einigen Euro), ob Sie diesen nun auch online in ein Portal stellen wollen bleibt Ihnen überlassen.
Warum das Ganze? Damit Sie den Überblick bewahren!

b.) Das Prinzip des Kekule-Nummerierungssystems.
Dieses Prinzip der Nummerierung der Vorfahren hat sich durchgesetzt und wird von fast allen (Forschern und Computerprogrammen) benutzt und ist ziemlich simpel:
Die Ausgangsperson (also Sie zum Bespiel) sind die Nummer 1 (was auch sonst :-))
Der Vater ist Nummer 2, die Mutter Nummer 3, Opa väterlicherseits ist Nummer 4, Oma väterlicherseits ist Nummer 5, Opa mütterlicherseits ist Nummer 6, Oma mütterlicherseits ist Nummer 7 und so weiter.
Wenn Sie nun diverse Urkunde bereits im Besitz haben, legen Sie diese nach diesen Nummern ab. Also einen Aktenordner mit Trennblättern nehmen und die Urkunden nach den Nummern ablegen. Zu diesen einzelnen Nummern können Sie dann auch “Schmierzettel” legen, wo draufsteht was Sie bereits wo gesucht haben…

Warum nicht nach Namen sortieren?

Könnte man rein theoretisch natürlich auch (es bleibt ja jedem selbst überlassen), aber meine berufliche Erfahrung hat gezeigt, das es schwierig wird, wenn die dritte Person einer Familie Otto Meier heißt, denn dann müsste das Geburtsdatum hinzugefügt werden, um die Personen zu unterscheiden…

c.) Sichern der Daten und Urkunden
– Scannen und kopieren Sie Urkunde, Bilder etc. und verwahren diese an einem Sicheren Ort. Ob dies nun ein Fach in Ihrer Bank oder bei Freunden oder Verwandten ist. Warum? Wohnungsbrand, Hochwasser, Erdbeben oder was auch immer. SAFTY FIRST!
– Aktualisieren Sie neue Urkunden und Information gleich! “Ach da warte ich lieber bis mehr zusammenkommt!” Nix da, sonst haben Sie später einen Schuhkarton voll und außerdem können Sie anhand der neuen Informationen oder Urkunden gleich die nächsten Schritte planen und

– Sichern Sie regelmäßig Ihre Daten…

So können Sie sicher sein, das Sie und Ihre Nachfahren auch etwas von Ihrer ganzen Mühe haben.
Ein schönes Wochenende wünscht,
Andrea Bentschneider

 

2 Kommentare zu “Ordnung ist das halbe Leben!”

  1. Arenhövel, Michael G. sagt:

    Hallo Andrea,
    Dein Vorschlag, die Registrier-Nummer nach Kekule zu bestimmen und danach seine Unterlagen abzulegen ist gut, aber….
    Vor über 30 Jahren, als ich mit der Familienforschung begann, hatte ich auch bei mir die bereits genannte Kekule-Nummerierung angewandt.
    Dann dachte ich mir, daß meine Kinder alles ‚über den Haufen werfen‘ müßten, wenn sie die Forschung weiterbetreiben wollten.
    Also rechnete ich mir meine Position nach 5 weiteren Generationen aus und fand dann meine Position nach Kekule.
    Dann kam ich aber auf die Idee, die automatisch vergebene Eingabe-Nummer zu verwenden. Das setzt allerdings voraus, daß man diese Nummerierung NIEMALS ändert. Und ich bin damit zufrieden.

  2. Annabelle B. sagt:

    Hallo Andrea,
    dein Blogpost über „Ordnung ist das halbe Leben“ ist zwar schon etwas älter, trotzdem immer noch sehr aktuell und hilfreich, vor allem der Part über das Sichern der Daten und Urkunden. Ich bin erst jetzt dabei alle meine Originale einzuscannen und das ist ein Haufen Arbeit den ich lieber von Anfang an und vor allem nach und nach gemacht hätte.
    Mit dem Kekule-System kam ich nicht so gut zurecht und habe mich jetzt nachdem ich RootsMagic nutze auch für die automatisch vergebenen Eingabe-Nummern meines Programms entschieden siehe mein Blogpost „Frühjahrsputz“ https://boehmertgallwitzundcie.wordpress.com/2016/02/25/fruehjahrsputz/. Damit kann „Abenteuer Ahnenforschung“ Spass machen…:-)

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