Elchtest bestanden?

Es begab sich einst, dass ich mit dem kleinem Smart von Schatzi (nein, weder Schatzi noch ich sind mit dem City-Flitzer jemals umgekippt) zum Hamburger Staatsarchiv unterwegs war. Dort angekommen einen kurzen Plausch mit den netten Damen im Lesesaal gehalten. Wer sagt, dass Beamte unmotiviert seien und mürrisch, dem sei ein Besuch im Hamburger Staatsarchiv empfohlen. Also meine beantragten Bücher und Akten unter dem Arm geklemmt und einen freien Platz angesteuert. Auf dem Weg dorthin noch kurz einem jungen Mann (Georg Clooney Typ so um die 25 Jahre), der scheinbar das erste Mal hier ist, ein wenig geholfen. Woher kommt George Clooney eigentlich? Sollte mich mal auf die Suche machen.

So los geht’s: Ich bin auf der Suche nach Wilhelm XXXXXXX (Datenschutz meine Lieben) der im Jahr 1910 von XXXXXXX (siehe oben) nach XXXXXXX (siehe oben) mit einer Dame namens Frau Friederike Amalia Sophie YYYYYY gereist sein soll.

Herausgefunden habe ich bisher, dass sie verheiratet ist, aber nicht mit Wilhelm XXXXXX, sondern mit einem Carl Gustav YYYYYY, der aber nicht mitreist. Beide Reisende geben aber an, miteinander verheiratet (copuliert) zu sein. Ttzzzzzz, wahrscheinlich haben beide zusammen auch miteinander ’verheiratet’, ich will nicht das Wort in Klammern benutzen. Mal sehen was ich herausfinde, scheint ja eine spannende Geschichte zu werden.

Wie vom Donner getroffen war ich allerdings, als ich folgendes fand: Gelber Donner in der Passagierliste. Ja richtig gelesen. Gelber Donner. Gelber Donner steht in der Hamburger Passagierliste zusammen mit Kleiner Wolf, Kein Gürtel, Angst vor Falken, Stein, Kein Wasser und dem siebenjährigen Kleinen Elch.

Da mir das ja wieder niemand glauben wird:

Da die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg erst im Jahre 1952 gegründet wurden und die Indianer (ist das politisch korrekt oder müsste ich amerikanische Ureinwohner sagen?) ja wohl nicht 42 Jahre auf Ihren ersten Auftritt gewartet haben, stellt sich die Frage: Was machen Indianer in Hamburg? Kurz schlau gemacht und herausgefunden, dass der Hamburger Tierpark Hagenbeck so genannte Völkerschauen veranstaltet hat, um uns Nordlichtern die Welt naher zu bringen.

Auf solche tollen und spannenden „Fundstücke“ stößt man immer wieder, wenn man forscht.

PS. Die Geschichte mit X und Y hat sich aufgeklärt. Herr Y musste noch Geschäfte zu Ende bringen und Frau Y wollte nicht alleine in die Ferne reisen, da sie Angst hatte belästigt zu werden. Ihr Nachbar X, der auch ausgewandert ist, hat angeboten sich um sie zu kümmern. Der Mann von Y ist sechs Monate später nachgereist. Frau und Herr Y haben in Amerika noch 5 Kinder (A., F., P., H-P und Carl Gustav jr.) bekommen.

3 Kommentare zu “Elchtest bestanden?”

  1. Timo Kracke sagt:

    Hallo Andrea …

    Ha, ein wirklich witzige Geschichte … da kann man wenigstens neben den „nackten“ Fakten auch mal was erzählen 😀

    Viel spannender wird es dann wohl, wenn man von yellow thunder auch noch abstammt 😛

    Gruß Timo!

  2. Paul Schmidt sagt:

    Hallo Frau Bentschneider,

    schöne Idee mal etwas über das Thema Ahnenforschung zu schreiben. Tolle Mischung zwischen Fakten, Geschichte und Geschichten. Gerne mehr.

    Gruß Paul Schmidt

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