Il mondo e un paese

Die Welt ist ein Dorf, sagt man auch in Italien. Da stöbern Schatzi und ich im Buchladen nach lesenswerten Büchern und was entdeckt er da:

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Ein Buch über die Familiengeschichte der Agnellis, ist ja logisch werden Sie sagen, dass man in einer Buchhandlung Bücher findet. Aber der Clou an dem Buch ist nicht nur die spannende Familiengeschichte, sondern das Schatzi den Autor kennt. Vito und er waren zu Schulzeiten befreundet und haben irgendwann den Kontakt verloren. Also das Buch gekauft, ich habe natürlich zahlen dürfen, da der Herr Gemahl kein Geld dabei hatte und ab nach Hause. Dort hat sich mein Göttergatte dann mit dem Werk zurückgezogen und mir dann zwei Tage später ebensolches zum Lesen gegeben. Auch mein Tipp ist: Unbedingt lesenswert.

Aus den tiefsten Erinnerungen hat mein Schatz dann von der guten alten Zeit erzählt. Was ihm in Erinnerung geblieben ist, war die Gastfreundschaft von Mutter und Vater Avantario. Selbst wenn er satt vom elterlichen Abendbrot kam und Vito eigentlich nur abholen wollte, um abends „noch einen drauf zu machen“, gab es immer noch ein wenig leckeres italienisches Essen. Und wehe man sagte, man sei satt. Der Höhepunkt war als die Eltern aus dem Urlaub im heimatlichen Italien extra für die Deutschen Freunde mal richtige Melonen mitgebracht haben. Was noch in Erinnerung blieb war die Aussage von Vito und Pino, dem anderen Italiener in der Gruppe, dass sie hier in Deutschland als Ausländer tituliert werden und in es in Italien heißt: „Hey, da kommen die Deutschen!“

Wir haben dann mal ein wenig „gegoogelt“, wie es auf Neu-Deutsch heißt und sind auf die Seite von Vito gestoßen und haben uns dann zum Kaffee verabredet. Er hat fast ein Jahr für das Buch recherchiert.

Jedenfalls sind wir auf Familiengeschichten an sich gekommen und Vito erwähnte, dass er neulich auf einem der dritten Programme einen Bericht über eine Frau gesehen habe, die Ihre eigene Lebensgeschichte aufgeschrieben hat und einen kleinen Verlag gefunden hatte, welcher bereit war ihr Buch in einer Kleinstauflage zu drucken. Also Schatzis Papa hat jetzt auch mal angefangen seine Kindheitserlebnisse mit der Flucht aus Königsberg und dem Neuanfang vor den Toren Hamburgs niederzuschreiben. Er hat schon mal Einiges vorab vorgelesen, scheint sehr aufschlussreich zu werden. Wir können uns ja Hunger, Kälte und Flucht gar nicht vorstellen. Späteren Generationen und Forschern werden es Ihnen postum danken, denn es bringt Klarheit in das Leben der Vorfahren.

PS. Falls Sie Fragen zum Buch oder Vito haben sollten:

Vito Avantario – Journalist, mail@avantario.de bzw. sein Blog unter: http://avantario.blog.de/

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