Ich glaub mein Schwein pfeift … in Bad Elster

Ich war bereits mehrere Male in San Francisco und habe keines erlebt. Ich war in der Türkei und für einen kurzen Zwischenstopp in Tokio und habe keines erlebt. Da fahre ich nach Bad Elster und erlebe zwei , ja richtig gelesen Erdbeben.

Ich habe ja in der Schule im Erdkundeunterreicht alles über die Plattentektoniktheorien von Herrn Wegener gelernt, aber eines mitzuerleben….

Das erste Beben am Nachmittag konnte ich gar nicht so richtig einordnen. Vom Gefühl und Geräusch her ist eher ein 40-Tonner dicht am Hotel vorbeigefahren. Beim zweiten Beben saßen wir gerade im Vortragssaal und der Kronleuchter schwankte… Hier kamen die Gedanken an tief fliegende Flugzeuge.

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In dem Artikel in der örtlichen Zeitung kam dann die Auflösung: Es war ein Erdbeben und jenes stärkere Beben hatte eine Stärke von 4.0 (laut bayrischen Landesamt für Geologie) auf der berühmten Richterskala. Der Artikel informierte mich weiterhin, dass es ein Schwarmbeben war… nix mit es bewegt sich die Eurasische Platte… (Gruß an meinen Erdkundelehrer. Er hatte recht: man lernt für’s Leben), das ganze liegt scheinbar an einer großen Magmablase in 10 Kilometer Tiefe.

„Dös haben wir hier seit ein paar Wochen öfter“, war die Aussage eines Einheimischen, „da passiert nix“. Mir kam es in etwa so vor als wenn ein Rudel Kampfhunde auf mich zuläuft und der Besitzer ruft: „Die wollen nur spielen“. Schon komisch wenn der Boden unter den Füßen wackelt und man nichts getrunken hat.

Der ausführliche Bericht zum Genealogentag folgt in Kürze, ich bin noch dabei die gemachten Fotos zu sortieren und die Fakten und Erkenntnisse zusammenzufassen.

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3 Kommentare zu “Ich glaub mein Schwein pfeift … in Bad Elster”

  1. Christian sagt:

    Ich war mit meiner Familie im Herbst 1989 mit dem Motorhome in Californien unterwegs. Nach einigen Tagen in San Francisco ging es späht Nachmittags über die Bay Bridge Richtung Oakland. Gegen Abend legten wir dann an einem Tacco Schnellimbiss in Oakland Rast ein und hörten im Radio, dass es wenige Minuten zuvor ein starkes Erdbeben gab, bei dem ein Teil der oberen Fahrbahn der Bay Bridge eingestürtz war. Wir mussten nur wenige Minuten zuvor die Stelle passiert haben. Auch haben wir im Campingmobil nichts von einem Erbeben bemerkt. Die Personen die mit uns im Tacco Bell saßen und Erdbeben bereits gewohnt sind, konnten nicht glauben was sie im Radio höhrten.
    Das Erdbeben (Stärke 7,1) das als stärkstes der Region seit 1906 gilt, forderte 62 Tote und legte die Bayarea für Tage lahm (http://de.wikipedia.org/wiki/Loma-Prieta-Erdbeben).
    Erst nachdem wir wieder unterwegs ins Nappa Valley waren bemerkten wir gesperrte Straßen, Feuerwehr und Polizei. Die Verwüstungen waren teils so lokal, das 2 Häuser total zerstört wurden, Nachbarn aber nichts vom Erdbeben bemerkten. Das gesamte Ausmaß wurde uns erst nach Tagen bewusst. Vergessen werden wir das Ereignis nie.
    Wissenschaftler befürchten das in Californien „The Big One“ eigentlich schon lange Überfällig ist und noch wesentlich Stärker werden wird.

  2. Andrea Bentschneider sagt:

    Hallo Christian,

    zum Glück ist Euch nichts passiert. Vielen Dank für den Erlebnisbericht.

    Schönes Wochenende,

    Andrea Bentschneider

  3. Corinna sagt:

    Jaja, meine Eltern leben im Erzgebirge und die meinten, es hat paarmal geschüttelt, nicht ganz so heftig wie im Vogtland aber man hat es gemerkt. Es sind die Gase unter der Erde die entstehen, kommt im Erzgebirge/Vogtland wohl öfter vor. Ich kann mich noch erinnern, zu Weihnachten vor etwa 15 Jahren, da war ein Erdbeben und es hat unseren schönen Weihnachtsbaum umgehauen! Also…nix schlimmes 🙂