Tipps, Tricks und Kniffe

Da ich hier ja im Blog ja auch für die Forschung nützliche Hinweise geben will…

Ich habe das Alphabet durch Ernie, Bert und den anderen Figuren der Sesamstrasse gelernt, sprich also durch das Fernsehen. Da es die Sesamstrasse um 1920 herum noch nicht gab, erklärt dies einiges.

Doch im ernst: Ein junger Mann aus Schweden benötigte neulich meine Hilfe. Er sucht seine 1920 aus Deutschland ausgewanderten Vorfahren anhand der existierenden Hamburger Passagierlisten. Soweit so gut und kein Problem. Der Vorfahr hieß Schäfer mit Nachnamen. Und der junge Mann hat also folgendes unternommen:

Schritt 1:

Dann hat er der Band 138c Teil 2 nach Schäfer durchsucht. Auf den insgesamt 1239 Nachnamen mit dem Buchstaben S hat er nun folgendes Problem:

Auf Seite 89 erscheint die Karte der Auswanderungsbehörde von Anna SCAvnitzky und auf Seite 90 dann die von einem SCOtt.

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Seine Frage an mich war nun, ob wir in Deutschland ein anderes Alphabet haben, da kein SCH auftaucht. Ich konnte ihn beruhigen, denn dank der Sesamstrasse kenne ich mich da ja aus.

Es ist folgendermaßen: Da sehr viele Auswanderer deren Nachnamen mit SCH anfangen ausgewandert sind, hat man diese meist ans Ende gestellt.

So findet man den ersten 1920 ausgewanderten dessen Nachname mit SCH beginnt auf Seite 468 nämlich Günther SCHAAF.

Ähnlich verhält es sich oftmals auch mit Nachnamen die mit ST beginnen, aber auch zum Teil mit Namen die es wie Sand am Meer gibt (Entschuldigung liebe Meiers, Müllers etc.) Und wie sagt meine Mutter immer so schön: „ Kind, Du musst immer mit der Dummheit der anderen rechnen“. Also wenn Sie einen Herrn Bäcker nicht sofort finden, sollten Sie es auch mal mit Baecker oder Becker versuchen.

Also nicht verzagen, wenn man die gesuchte Familie nicht auf Anhieb findet. Einfach mal um die Ecke denken, denn unsere Vorfahren kamen ja noch nicht in den Genuß der Sesamstrasse.

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2 Kommentare zu “Tipps, Tricks und Kniffe”

  1. Kunter, Karen sagt:

    Hallo mister? unbekannt, oder habe ich Ihren Namen nur übersehen?

    ich finde Ihre Geschichte gottvoll. Durch Sie habe doch noch etwas dazugelernt. (Nicht das Alphabet, ich habe auch die Sesamstarße gesehen), sondern: Ich bin eine von denen, die die Daten aus den original Passagierlisten erfassen, die dann ins Netz gestellt werden.
    Was mir bisher nicht bekannt war, daß mit dem Sch und so weiter. Interessant, denn wir werden im nächsten Jahr einen Tag der offenen Tür im Staatsarchiv Hamburg veranstalten und es könnte gut möglich sein, daß genau diese Frage (wo finde ich…..) auftaucht.

    Machen Sie es gut

    karen kunter

  2. lojewski sagt:

    hallo, ich versuche herauszufinden, wer die Vorfahren unserer Familie waren. eine sog. Ahnentafel aus der Zeit des 2. Weltkrieges existiert bis 1856. Das war ein Ludwig Lojewski, von dessen Vater Christian fehlt das Geburtsdatum, aber das Jahr seiner Eheschließung ist mit 1844 angegeben. Die Ehefrau hieß Maria Risi. Weiter ist nichts bekannt. Wer kann weiterhelfen mit Tipps, wo ich suchen kann, da die Geburtsorte im ehemaligen Ostpreussen sind,was ja heute polnisches Gebiet ist. Schon die Ortsnamen sind ja heute alle polnisch!!!!!