Dick und Doof

Nein, die Rede ist nicht von Schatzi, sondern von Stan und Olli oder Laurel und Hardy. Ich weiß nicht mehr genau den Titel des Films, aber die beiden hatten ein Transportunternehmen und haben für Kühlschränke angeliefert. Hmmh, habe das Bild vor Augen, aber finde es nicht im Internet. Egal, es sah ungefähr so aus:

Auf was ich aber hinaus will sind nicht die beiden „Dösbaddel“, sondern die Kühlung des Schrankes.
Eben jene hat am Wochenende bei unserem den Geist aufgegeben.

Der Gute hat ja nun auch wohl so ca. 12 Jahre auf dem Buckel und es kann mal ein Neuer her. Das Kälte Lebensmittel haltbar macht, wussten wahrscheinlich bereits unsere Vorfahren in der Antike. Denn damals wurde Eis aus den Bergen rangeschafft und im kühlem Keller zusammen mit den Lebensmitteln gelagert. Wenn man es so nennen will, also ein begehbarer . Bis zu den Kühlschranken wie wir sie heute kennen, dauerte es aber noch einige Jahre. Bis 1950 wurde der nun in der Küche stehende Schrank mit Eisböcken (auch eine schöne Idee, ich meinte aber Eisblöcke) kühl gehalten.

Carl von Linde bastelte 1876 wohl im heimischem Keller herum, da er  wahrscheinlich das Genörgel seine Göttergattin über die ewige Bestellung von Eis leid war und tüftelte solange bis er in der Lage war… jetzt würde ganz viel Physik kommen… ich überspringe den Teil mal… Naja, jedenfalls hat er so etwas wie den heutigen Kühlschrank erfunden. Problem war nur, dass er Ammoniak verwendet hat und das stinkt ja bestialisch und ist stark ätzend. Erst um das Jahr 1920 wurde es durch andere Flüssigkeiten ersetzt und wahrscheinlich war nun auch Frau von Linde begeistert.

In den 1930er Jahren hatte bereits jeder zweite Haushalt in den USA ein solches Modell in der Küche. Hier in heimischen Landen dauerte es erheblich länger. 1950 gab es in Deutschland 4 Millionen und 104.000 Kühlschränke. Klingt viel, ist es aber nicht. Denn nur etwa 6% der Bevölkerung hatte einen Kühlschrank. Und da spricht man immer von der guten alten Zeit. Dann kamen in den 1970igern die großen Gefriertruhen und fast jede Familie hatte eine im Keller. Es wurde eingefroren was das Zeug hielt und wenn die Truhe von Schatzis Eltern nicht kaputtgegangen wäre, würden wir wohl heute noch von dem Eingefrorenen essen.

PS: Ich war 1980 auf Jamaika und dort wurden tatsächlich noch Eisblöcke ins Hotel geliefert. Die kamen auf Lastwagen und wurden mit einer rostigen Zange über die Strasse gezogen und dann wahrscheinlich abends als Eiswürfel in die Drinks getan. Danach war ich zurückhaltender mit meinen Cola-Bestellungen.

PPS: Ein Kühlschrank kann man nicht als Klimaanlage benutzten, denn wenn die Tür länger geöffnet ist, springt der Motor an und erzeugt hinten mehr Wärme, als vorne kühle Luft herauskommt.

… mit wärmsten Grüßen,

Andrea Bentschneider

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