Adoption Fortsetzung

Im Beitrag Datenschutz und Adoption habe ich ja bereits über die eventuell entstehende Probleme berichtet.

Wenn Sie nun…

… Einsicht bzw. Kopien von Adoptionsunterlagen beantragen möchten, gilt es folgendes zu beachten.

Die Adoptionsunterlagen / Aufzeichnungen liegen immer am Ort der Geburt desjenigen der adoptiert wird.

Als Beispiel: Peter Müller ist am 12.12.1950 in Kleinkleckersdorf zur Welt gekommen, später mit seinen Eltern erst nach Hamburg und später nach München gezogen. Im Jahr 1957 haben ihn seine Eltern in München zur „freigegeben“ und er ist auch von Familie Schmidt adoptiert worden.

Der ganze Papierkram erfolgte zwar in München, aber die Unterlagen landen schließlich in Kleinkleckersdorf. Das hat den Vorteil, dass man auch später einen genauen Anlaufpunkt hat. Denn wer weiß schon, wo die Familie Schmidt noch überall hinzieht. Also immer am Geburtsort der Person suchen. Und hier nicht die , sondern die Abschrift des Geburtseintrages beantragen, denn dort ist die Adoption notiert.

In der gab es ja . Wikipedia schreibt dazu: „Sie wurden hauptsächlich gegen Familien eingesetzt, die ihre Kinder vernachlässigt haben, aber auch gegen die Familien von Republikflüchtigen und gegen die Familien von politisch Andersdenkenden Menschen. Als Gründe für die staatliche Kindesentziehung galten versuchte Republikflucht, staatsfeindliche Hetze oder auch Ausreiseanträge. Dazu wurden Kinder aus ihren Herkunftsfamilien herausgenommen und in Heime oder in Pflegefamilien gegeben. Zwangsadoptionen waren somit ein staatliches Mittel der Repression und Vergeltung. Die DDR-Zwangsadoption wird auch als staatlich organisierter Kindesraub bezeichnet.“

Wie es sich in solchen Fällen mit den Unterlagen verhält kann ich leider nicht sagen, aber sicherlich wird man Ihnen Verein OvZ-DDR e.V. weiterhelfen können.

Hier der Link zu deren Internetseite. Weitere Information zu diesem Thema finden sie hier

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen,

Andrea Bentschneider

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