Urkunden aus Köln

Ich wollte ja erst so beginnen:

Hilf_  m_in_ Tastatur ist d_f_kt…

Musste gerade eine neue Tastatur anschließen, denn bei der alten geht der Buchstabe E nicht mehr… Tja die modernen Zeiten…

Apropos geht nicht mehr. Ich sitze gerade an einem Fall, wo es um Urkunden aus geht. Diese Urkunden liegen oder besser lagen im eingestürzten Stadtarchiv… Ich habe dann mal angerufen, um Informationen zu erhalten ob es eventuell Zweitschriften gibt….

Die Kölner lassen sich ja scheinbar durch nichts erschüttern und haben den Humor nicht verloren. Der junge Mann mit dem ich telefonierte meinte: „Ach ja, da fragen Sie doch am besten noch mal so in 60, 70 Jahren an, dann können wir Ihnen sagen, ob die Urkunde gerettet worden ist“

Ich bin doch nicht Frau Heesters, die mit 100 Jahren noch arbeiten will 🙂

Aber Hilfe ist in Sicht, denn von einigen Urkunden liegen Zweitschriften im historischen Archiv der Stadt Köln bzw. lagen nur dort. Weitere Informationen zum historischen Archiv haben ich in diesem Beitrag beschrieben.

Also im historischen Archiv angerufen… „Tja, nee das sieht nicht gut aus, aber schreiben Sie mal ’ne Mail“, also mich per E-Mail an die Damen und Herren des historischen Archivs gewandt und prompt eine Antwort erhalten:

...nach dem Einsturz des Historsichen Archivs am 03.03.2009 wird es noch einige Zeit in Anspruch
nehmen, bis die Personenstandsunterlagen restauriert und wieder benutzbar sind.

Deshalb wenden Sie sich zwischenzeitlich bitte an das Personenstandsarchiv in . Dort lagern
die Zweitschriften.

Landesarchiv Nordrhein-Westfalen / Personenstandsarchiv Brühl
Nordorangerie von Schloss Augustusburg

Schlossstraße 10-12
D- 50321 Brühl
Telefon: 02232/ 94538-0
Telefax: 0211/2206555-333
E-Mail:  rheinland-bruehl@lav.nrw.de

Also dort angerufen: Ja, Unterlagen liegen hier, aber wir sind ein ganz kleines Archiv und haben nur wenige Mitarbeiter, daher wird es etwa 6 – 8 Wochen dauern!!!

ALSO: Wenn auch Sie Personenstandsurkunden aus Köln suchen, ist „ zwar in Not!“ um mal wieder eine Redewendung zu verwenden, aber ist noch nicht verloren!

Es kann und wird einem in Sachen Köln geholfen!

Ihre Andrea Bentschneider

PS: . Nein, es geht nicht um Tulpen, Käse oder Wohnwagen, sondern die Redewendung ist bereits 350 Jahre alt.

Es stammt aus dem Holländischen Krieg gegen Frankreich 1672-1679.
Der am Anfang des Krieges als Generalkapitän eingesetzte Wilhelm III. von Oranien konnte eine vollständige Niederlage nur verhindern, indem er gezielt Schleusen und Dämme öffnen ließ, um so das Land zu überfluten und den Vormarsch der Franzosen zu stoppen.

Tja, da hatten unsere Freunde zwar nasse Füße, aber immer noch einen Kopf auf den Schultern…

Ob damals die Gummistiefel erfunden wurden?

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