Ei des Kolumbus

Kennen Sie wahrscheinlich.

und das

Laut Legende saß der alte Cristoforo Colombo (er war ja Italiener) mit ein paar Kumpel in der Kneipe und nach drei oder vier Bier stellte er sinen Kumpeln die Aufgabe ein Ei auf die Spitze zu stellen, aber das klappte natürlich nicht…

Aber zum eigentlichen Thema:

Das Bordbuch von der Santa Maria aus dem Jahr 1492 ist noch vorhanden und man kann nachlesen was man so an Bord trieb bzw. wie weit man so am Tag segelte. Kleiner Auszug gefällig?

Warum gibt es Unterlagen aus dem Jahr 1492, aber die Ausreise von Ihren Vorfahren lassen sich partout nicht finden?

Zum einem haben Ihre Vorfahren ja nicht Amerika wiederentdeckt und zum anderen…

Doch der Reihe nach.

In Deutschland gab es zwei Hauptauswanderungs Häfen: Bremerhaven und Hamburg.

Die aus Hamburg (Jährgänge 1850 bis 1934) finden Sie auf ancestry.de oder im Staatsarchiv in Hamburg.

Leider sind die Passagierlisten aus Bremen während des zweiten Weltkrieges fast vollständig vernichtet worden. Das was noch übrig ist finden Sie hier.

Nehmen wir mal an Ihre Vorfahren lebten in Köln. Tja, dann konnte diese natürlich nach Hamburg oder Bremerhaven reisen und von da aus weiter in die große Welt. Aber bereits seit 1850 gab es eine Eisenbahnverbindung von Köln nach LeHavre in Frankreich (man musste nur  in Paris umsteigen).

Oder Ihre Vorfahren lebten in Mönchengladbach, dann sind diese wahrscheinlich über Rotterdam ausgewandert.

Wenn die Vorfahren aus München ausgewandert sind, kann es natürlich auch sein, dass diese Genua als Abfahrtshafen gewählt haben.

Oder oder oder…. Wie man anhand dieser paar Beispiele sieht, gab es diverse Möglichkeiten von Deutschland in die weite Welt zu reisen.

Das ganze war eine Frage des Preises und ich habe selber schon Fälle bearbeitet wo Personen aus Hamburg über Rotterdam ausgewandert sind und Personen aus Bremen über Hamburg.

Wenn Ihre Vorfahren nach Amerika ausgewandert sind, gibt es für den Hafen von New York für die Jahre 1892 – 1924 hier (Ellis Island).

Alle anderen US Häfen findet man auf ancestry. Sind die Vorfahren nach z. B. Südamerika ausgewandert, wird es schwierig dort Ankunftslisten zu finden.

So, das wars erst einmal.

Ein schönes und hoffentlich trockenes Wochenende wünscht Ihnen

Ihre Andrea Bentschneider

PS: Das Ei auf die Spitze stellen geht so:

1 Kommentar zu “Ei des Kolumbus”

  1. Bernd Scholze sagt:

    Sehr interessanter Artikel. Ich selber habe einen Seitenzweig, der 1854 nach Copiapo (Chile) ausgewandert ist. Erst habe ich aus einer Zeitungsbeilage davon erfahren und dann kamen immer mehr Bruchsücke zusammen. Die Erforschung ist immer noch spannend und noch nicht ganz aufgeklärt (Nordamerika wäre da sicherlich einfacher). Aber aufgeben sollte man auch nicht….

Kommentieren